Grüne Branche

Sandstürme durch Klimawandel? (Teil 1)

Bodenerosion, Staubwolken, Sandsturm - der dadurch ausgelöste folgenschwere Unfall auf der Autobahn nahe Rostock hat neben Betroffenheit auch Diskussionen ausgelöst. Und grüne Verbände bewegt, Missstände aufzuzeigen und mit Forderungen insbesondere zum Windschutz durch Hecken an die Öffentlichkeit zu treten.

BdB: „Stürme einbremsen – Schäden minimieren“

Es ist damit zu rechnen , dass es im Zuge der Klimaveränderungen verstärkt zu extremen Witterungslagen kommen wird. „Zum einen wird die Zahl der Starkregenfälle steigen, zum anderen werden die Windverhältnisse sich verändern, und so müssen wir auch in unseren Regionen damit rechnen, dass Starkwinde bis hin zu kleinen Tornados Schäden anrichten“, erklärt der Bund deutscher Baumschulen (BdB) in seiner Pressemitteilung am 13. April.

Zu den Maßnahmen, die helfen, solche Ereignisse wie den Unfall bei Rostock zu verhindern, sind laut Plum: „Eine konsequente Bepflanzung der Verkehrswege mit einem, dem Umfeld angepassten Begleitgrün wäre hier ein erster Schritt. Auch müssten sich die Landwirte darüber Gedanken machen, ob es nicht sinnvoll ist, an Standorten mit einem hohen Gefährdungspotenzial insbesondere große Flächen zu gliedern und mit Windschutzpflanzungen zu versehen.“ (...)

BDLA: „Im Kontext von Klimawandel und falscher Landnutzung“

Frühjahrsstürme sind laut dem Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) ein bekanntes Phänomen, Sandstürme in Mitteleuropa aber in erster Linie die Folge falscher Landnutzung. Sie stehen beispielsweise nach Meinung des BDLA im Zusammenhang mit:

  • mangelhafter Humuswirtschaft und zerstörter Bodenstruktur,
  • fortschreitender Monokultur durch falsche wirtschaftliche Anreize

Erforderlich ist, wie der Verband betont, eine verantwortungsvolle, nachhaltige Landnutzungspolitik und konzeptionelle Vorsorge. (...)

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