Grüne Branche

Santuro-Gestalter 2019: kreative Mauerlösungen gesucht – und gefunden

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Produkte können ihre Qualitäten nur dann entfalten, wenn sie auch kreativ und stimmig eingesetzt werden. Manches Mal kommen die Gestalter dabei auf Ideen, die bei der Produktentwicklung gar nicht im Fokus standen. Überzeugende Lösungen bei der Gestaltung mit Mauern suchte die Santuro Lizenzgruppe und veranstaltete deshalb bereits zum vierten Mal einen Wettbewerb.

Preisverleihung auf der Bundesgartenschau Heilbronn

Für Stadt, Garten und Landschaft bietet das Santuro-Mauersystem ein breites Produktportfolio. Ob Landhaus-Mauer, Burgruinenoptik, als Weinbergmauer oder ganz schlicht – je nach Variante eignet sich das System ebenso für romantische wie auch für moderne Lösungen. Ergänzende Elemente wie Brunnen, Kräuterschnecken, Wasserfälle oder Jahrgangssteine runden das System ab.

Diese Vielfalt ist Chance, birgt aber natürlich auch die Gefahr, dass man allzu viel Unterschiedliches im Gartenraum unterbringen möchte. „Weniger ist mehr“ – so lässt sich vor diesem Hintergrund auch das Fazit von Bü Prechter zusammenfassen. Die Landschaftsarchitektin aus München hielt bei der Preisverleihung auf der Bundesgartenschau in Heilbronn als Juryvorsitzende die Laudatio für die Gewinner des Gestaltungswettbewerbs.

Mauerbau mit Santuro: so viel wie nötig, so wenig wie möglich

So viel wie nötig, so wenig wie möglich – das gelte auch beim Mauerbau mit Santuro. „Der Mauerstein wirkt lebendig und ist sehr haptisch, daher muss man sich bei der Gestaltung eher zurückhalten.“ Ein derart lebhaftes Produkt, kombiniert mit einem verspielten Entwurf, würde weder dem einen noch dem anderen gerecht.

So wundert es nicht, dass das Siegerprojekt eine klare, schlichte, anthrazitfarbene Mauer ist. „Sie ist sehr feinfühlig auf die Architektur abgestimmt“, erläuterte Prechter. Das zweistöckige Gebäude mit Flachdach und großen Fenstern ist minimalistisch im Entwurf, daran habe man sich beim Bau der Mauer sowohl farblich als auch gestalterisch orientiert. Für dieses Projekt konnte sich Michael Grimm von Grimm Garten Gestalten aus Hilzingen über den ersten Preis freuen. Er durfte später auch den dritten Preis entgegennehmen: für eine halbrunde Mauer, die eine üppige Magnolie in Szene setzt. „Hier wurde dem Baum eine Plattform gegeben“, so Prechter.

Zweiter Platz für Mauer in der freien Landschaft

Der zweite Preis ging an die Becker GmbH Garten- und Landschaftsgestaltung aus Zuzenhausen. Ausgezeichnet wurde eine Mauer in der freien Landschaft, die einem Gemüsegarten mit Holzhütte einen natürlich-rustikalen Rahmen gibt. Das Projekt zeige, wie gut sich Santuro auch für die Landschaftsgestaltung eigne.

Über einen Sonderpreis konnte sich die OTL Ortenauer Tief- und Landschaftsbau GmbH in Oberkirch freuen. Er wurde von der Jury für eine terrassierte Mauer verliehen, die einen Saunagarten im Kellergeschoss umschließt und ihn trotz des umgebenden Hangs hell und freundlich wirken lässt – eine gut gelungene Alternative zum bloßen Lichtschacht.