Grüne Branche

Schadensbilanz: Sturmtief Christian wütete über dem Nordwesten

Der erste große Herbststurm für dieses Jahr ist am Montag, den 28. Oktober, über Westeuropa gezogen. Mit Windgeschwindigkeiten von über 150 Kilometern in der Stunde wütete Sturmtief „Christian“ zunächst in Nordfrankreich, Südengland und in den Niederlanden. In Deutschland war insbesondere die Nordseeküste betroffen, dabei vor allem die Region Ostfriesland, der sich anschließende Landkreis Friesland und die schleswig-holsteinische Westküste. 

Die Gartenbau-Versicherung geht für den deutschen Gartenbau derzeit von 130 bis 150 versicherten Schäden aus. Der Gesamtschaden beläuft sich auf 250.000 bis 300.000 Euro. Während sich das Gros der Schäden auf den äußersten Nordwesten Niedersachsens und den Norden Schleswig-Holsteins konzentriert, wurden auch einzelne Betriebe am Niederrhein getroffen. Größeren Schaden richtete das Sturmtief aber nur in zwei Betrieben an: Im Landkreis Friesland stürzte ein Baum in ein Gewächshaus, und in Schleswig-Holstein zerstörte der Sturm in einem Betrieb mehr als 1.000 Scheiben.

Aus den Niederlanden wurden der Gartenbau-Versicherung ebenfalls Schäden gemeldet, betroffen war insbesondere die Provinz Nordholland. Mehr als 1.000 Scheiben gingen dabei in einem Tomatenbetrieb zu Bruch. Der größte Schaden wird hier vermutlich aus der Tatsache resultieren, dass das Klima für die Tomaten nicht aufrecht erhalten werden kann und die frisch gepflanzte Kultur unter Assimilationslicht abgebrochen werden muss.

Die niederländische Versicherung Interpolis spricht laut „de telegraaf“ von einem schlimmen Montag für den Unterglas-Gartenbau. Es gebe zahlreiche Schäden an Gewächshäusern im Norden und Westen des Landes im Umfang von rund fünf Millionen Euro. Scheiben wurden herausgedrückt und Tomaten, Gurken sowie Zierpflanzen in den Gewächshäusern geschädigt. (hlw)