Grüne Branche

Schiffbruch: Diskussion um Schulobst-Programm

Mit ihrem Vorschlag für ein Schulobstprogramm hat die EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer-Boel Schiffbruch erlitten. Nichtsdestotrotz ist Schulobst weiterhin im Gespräch. Als zu wenig durchdacht, nicht abgestimmt, zu kostspielig und ohne Folgenabschätzung lehnte das Kommissionskollegium ihre Vorschläge ab. Auch die Meinungen der Mitgliedstaaten gehen noch weit auseinander: Auf eine enge Anlehnung an das Schulmilchprogramm drängte Dänemark. Frankreich, Griechenland, Ungarn und Malta wollen ausschließlich Obst aus der EU verbilligt an Schüler abgeben. Die Kommission lehnt dies mit dem Hinweis auf Regeln der Welthandelsorganisation, Förderprogramme nicht zu begrenzen, kategorisch ab. Es ginge nicht um Absatzförderung, sondern um eine gesunde Ernährung.