Grüne Branche

Schneechaos: Grüne Branche leidet und packt an

, erstellt von

Starker Schneefall im Voralpenraum führte Anfang Januar zu Schneedruck-Schäden auch in Gewächshaus-Betrieben. Der Gartenbau-Versicherung wurden bislang gut ein Dutzend Schäden von versicherten Betrieben gemeldet, wie die TASPO auf Nachfrage erfuhr. In Bayern verschärft sich die Situation.

Die Schneemassen drückten zum Teil die Gewächshäuser zu Boden. Foto: Gartenbau-Versicherung

Schäden in Höhe von mehreren hunderttausend Euro

Im südlichen Oberbayern, Großraum Bad Tölz, befinden sich die am stärksten betroffenen Betriebe. Hier kam es durch Zusammenbruch der Konstruktion zu einem Totalschaden, bei einem weiteren Betrieb waren „nur“ Teilbereiche betroffen. In beiden Fällen bewegt sich das Ausmaß der Schäden im Bereich mehrerer hunderttausend Euro.

Bei den übrigen von Schnee und Eis betroffenen Betrieben handelt sich um Glasschäden, die bei den vorherrschenden niedrigen Temperaturen derzeit Probleme bereiten. So ist die ausreichende Beheizung der Häuser in Frage gestellt beziehungsweise bei größeren Schäden kaum gewährleistet. Hinzu kommen Probleme an Gewächshaus-Installationen, so zum Beispiel durch Einfrieren von Leitungen. Folgeschäden an Kulturen sind vorprogrammiert.

Schneemassen behindern Schadenaufnahme

Die Gartenbau-Versicherung habe bereits erste Vorauszahlungen eingeleitet. Durch die vorhandenen immensen Schneemengen ist eine Schadenaufnahme je nach Betrieb derzeit weiterhin nur bedingt möglich. Wie hoch die Schäden am Ende also insgesamt ausfallen werden, wird erst nach Beseitigung der Schneemassen möglich sein.

Vom Wetterextrem betroffen sind auch die Garten- und Landschaftsbau-Betriebe in Oberbayern und vor allem in den bayerischen Alpen.

GaLaBau ehrenamtlich gegen das Schneechaos im Einsatz

„Einige Landschaftsgärtner der GaLaBau-Betriebe sind unter anderem ehrenamtlich damit beschäftigt, die Gemeinden und Kommunen bei der Bewältigung des Schneechaos zu unterstützen – unter anderem mit Maschinen und Geräten, um den Schnee aus den betroffenen Regionen abzutransportieren oder schneebruchgefährdete Bäume sicher und fachgerecht zu fällen“, sagte Jochen Henning, Sprecher vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Bayern, gegenüber unserer Redaktion.

In den Gebieten mit weniger Schnee komme es vor allem zu saisonal beziehungsweise witterungsbedingten (Frost) Auftragsverzögerungen. Das sei aber insbesondere der Jahreszeit geschuldet.

Mehr zum Schneechaos lesen Sie in der TASPO 04/2019, die Sie auch im TASPO Online-Shop abrufen können.