Grüne Branche

Schneller fertig: Pflanzen-Regulierungs-System

Aus den Niederlanden kommt PRS, die Abkürzung steht für Pflanzen-Regulierungs-System, eine Erfindung von Huup van den Ende aus Heerlen. Die Ergebnisse aus Versuchen bei verschiedenen Züchtern haben in den Niederlanden aber auch international für Aufmerksamkeit gesorgt. Denn mit PRS lasse sich beispielsweise eine Produktionsdauer von zwanzig Wochen um nicht weniger als vier Wochen verkürzen, und dennoch seien die Pflanzen von guter Qualität. Die Produktionskosten für die Kultur sinken damit beträchtlich, selbst wenn der Preis für den PRS-Topf beinahe doppelt so hoch liegt. Das Verhältnis verschiebt sich zugunsten PRS je größer der Topf ist. Die Kulturbeschleunigung erklärt van den Ende damit, dass das PRS-System das Wurzelklima im Topf verbessert, indem es die drei Faktoren für optimales Wachstum, Feuchtigkeit, Sauerstoff und Nährstoff, berücksichtigt. Das pflanzenregulierende System setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Topf, einem wasserspeichernden Gel und Jute. Schlitze in der Seitenwand eines speziell präparierten Plastiktopfes lassen leichter Sauerstoff an die Wurzeln. Möglich ist aber auch der Einsatz des PRS Cocopots. Versuche liefen und laufen bei verschiedenen Züchtern, deutsche Betriebe sind bislang nicht dabei, sagt Charles Braam von B&B Export vof (NL-1001 MJ Amsterdam). Dieses Unternehmen ist der Repräsentant für PRS in Deutschland und in Israel. Abnehmer für PRS sind sowohl Zierpflanzenbauer als auch Baumschulen. Momentan sind Topfgrößen von neun, 12, 13, 19 und 25 Zentimetern verfügbar. Das System ist ohne Probleme auch bei einer automatisierten Produktion einsetzbar. Über das System, das mittlerweile im vierten Jahr besteht, informiert auch die Internetseite www.prs-systeem.nl.