Grüne Branche

Schnittblumen legen zu, Phalaenopsis im Sinkflug

, erstellt von

In der Periode 12 stieg der Umsatz bei Royal FloraHolland um mehr als fünf Prozent. Verantwortlich dafür war vor allem das geringere Angebot an kleinblütigen Rosen aus Afrika, meldet der Vermarkter im niederländischen Aalsmeer. Dadurch stieg die Nachfrage nach anderen Schnittblumen, was für die Preisbildung besonders gut war.

Weil deutlich weniger Rosen zur Verfügung standen, stieg die Nachfrage nach anderen Schnittblumen. Foto: Royal FloraHolland

Der Gesamtumsatz in der Periode 12 (November bis 1. Dezember), der vorletzten im vergangenen Jahr, stieg laut Royal FloraHolland leicht über 300 Millionen Euro. Das sei ein kontinuierliches Wachstum in den vergangenen Jahren für diesen Zeitraum. Die Gesamtumsätze liegen damit ähnlich hoch wie Anfang September.

Versteigerungsuhr und Direktabsatz eingependelt

In der Periode 12 habe sich das Absatzverhältnis zwischen der Versteigerungsuhr und dem Direkthandel eingependelt, teilt der Vermarkter mit. Die Gründe dafür seien, dass der Anteil der Produkte, die über den Direkthandel abfließen, leicht abnimmt, so Royal Flora Holland. Bei den Schnittblumen sind das 0,1 Prozent weniger und bei den Zimmerpflanzen 0,5 Prozent weniger.

Nur die Verkäufe von Gartenpflanzen im direkten Absatz legten den Angaben zufolge um 1,8 Prozent zu. Das liegt daran, dass Gartenpflanzen im Vergleich zu Zimmerpflanzen immer noch einen relativ geringen Anteil am Direkthandel haben, lautet die Erklärung. Sie sind gerade im Begriff, etwas aufzuholen.

Schnittblumen mit Umsatzsprung

Schnittblumen erzielten in der Periode 12 das größte Umsatzwachstum. Der Umsatz stieg um fast zehn Prozent, während die Anlieferungsmengen in etwa auf dem Niveau des Vorjahrs blieben. Rosen und Gerbera wurden wesentlich weniger geliefert.

Das durchschnittliche Preisniveau aller Schnittblumen stieg um zehn Prozent. Bei Rose und Gerbera stieg das durchschnittliche Preisniveau sogar noch mehr, während die Preise für Lilien aufgrund der geringeren Nachfrage aus England weit hinter dem Vorjahr zurückblieben.

Schwierige Zeit für Orchideen

Bei Zimmerpflanzen ging der Umsatz um ein Prozent zurück. Die Orchideen durchlaufen gerade eine schwierige Zeit. Bei Phalaenopsis stieg die Anlieferungsmenge um vier Prozent. Der Durchschnittspreis sank um 14 Prozent. Das ist ein ungewöhnlicher Rückgang, der bei diesem Produkt noch nicht aufgetreten ist, so Royal FloraHolland. Der Verbraucher interessiert sich weniger für Orchideen, das sei der Statistik abzulesen.

Gartenpflanzen: Helleborus wichtig

Bei Gartenpflanzen stiegen die Anlieferungsmengen um sieben Prozent. Der Durchschnittspreis sank um zwei Prozent. Das führte zu einem Umsatzanstieg um fünf Prozent. In diesem Segment ist Helleborus derzeit die wichtigste Produktgruppe.