Grüne Branche

Schutzbrillen können Augenverletzungen verhindern

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18.600 Augenverletzungen bei der Arbeit wurden der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) im letzten Jahr gemeldet – mit Folgen von der einfachen Reizung bis zur völligen Erblindung. Dabei hätte eine Schutzbrille die meisten dieser Unfälle verhindern können, so die SVLFG.

Bei bestimmten Arbeiten besteht akute Verletzungsgefahr für die Augen. Foto: SVLFG

Schutzbrillen: Arbeitgeber sind gefordert

Die Versicherung ruft deshalb aktuell dazu auf, bei gefahrenträchtigen Arbeiten eine Schutzbrille zu tragen. Insbesondere die Arbeitgeber seien gefordert, diese für ihre Mitarbeiter bereitzustellen und über die möglichen Gefahren bestimmter Arbeiten aufzuklären.

Besonders gefährdet sind die Augen demnach durch wegfliegende Teile beim Schleifen, Bohren, Schlagen oder bei Arbeiten mit der Motorsense, durch Spritzer beim Arbeiten mit Reinigungs-, Desinfektions- und Pflanzenschutzmitteln, Säuren oder heißen Flüssigkeiten sowie durch UV-Strahlung oder durch Schlacke beim Schweißen.

An individuelle Bedürfnisse anpassen

„Wir wollen bei unseren Versicherten eine höhere Akzeptanz erreichen, bei bestimmten Arbeiten konsequent eine Schutzbrille zu tragen“, so SVLFG-Vorstandsvorsitzender Arnd Spahn. Diese kann jedoch nur schützen, wenn sie den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen entspricht und gut anliegt, damit kein Fremdkörper ins Auge gelangen kann.

Als weitere Anforderungen nennt die SVLFG schlag- und kratzfeste sowie beschlagfreie Brillengläser. Für Brillenträger bietet sich darüber hinaus eine Arbeitsschutzbrille mit Sehstärke an, die beim Optiker erhältlich sind. Angepasst an den jeweiligen Gefährdungsgrad der Tätigkeit gibt es zudem verschiedene Schutzbrillen mit unterschiedlichen Glasarten von der Einstärken- bis zur Gleitsichtbrille mit getönten Gläsern.