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Schweiz: Feuerbrandbefall in Luzern geht zurück

Seit 2007 ist der Feuerbrandbefall im Schweizer Kanton Luzern stetig zurückgegangen, teilt der Schweizer Landwirtschaftliche Informationsdienst mit. Als Grund für die Verringerung des Befalls werden die Umstellung auf robustere Sorten, ein Pflanzverbot für anfällige Sorten und der seit 2008 mögliche gezielte Einsatz des Antibiotikums Streptomycin genannt.

Die bakteriell verursachte Pflanzenkrankheit hat seit 1995 in Luzern 40.000 Hochstammbäume und 120.000 Niederstammbäume befallen. Der größte Teil von ihnen musste gerodet werden.

Dies habe finanzielle Folgen: Während die Feuerbrandbekämpfung 2007 noch 9,65 Millionen Franken kostete, mussten 2010 nur noch 115.000 Franken dafür ausgegeben werden.

Im Vordergrund stehe nun nicht mehr, den Feuerbrand auszurotten, sondern ihn einzudämmen. Die Schweizer hatten in der Vergangenheit 2007 als schlimmstes Feuerbrandjahr aller Zeiten bezeichneten.