Grüne Branche

Schweizer Christbäume: Subventionen laufen aus

Für die Schweizer Christbaumanbauer beginnt 2014 mit einer Umstellung: Trotz Intervenierens seitens der Interessengemeinschaft der Schweizer Christbaumanbauer (IG Suisse) hat die Schweiz beschlossen, die Subventionen für den heimischen Christbaumanbau zu streichen.

Pro Hektar gab es seit den 1990er Jahren umgerechnet rund 730 Euro. Seinerzeit, so schreibt der Schweizerbauer.ch, sollten die Bauern ermutigt werden, sich mit mehreren Kulturen breiter aufzustellen, auch, um einem Überangebot an bestimmten Nahrungsmitteln entgegenzuwirken.

Zwanzig Jahre später präsentiere sich die Situation jedoch ganz anders. Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung solle das bestehende Produktionspotenzial möglichst effizient genutzt werden, wie das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) in einem Brief an die IG Suisse Christbaum schrieb, den diese auf ihrer Internetseite veröffentlichte.

Für die meisten der 500 bis 600 Schweizer Weihnachtsbaumanbauer sei der Wegfall der Subventionen nicht existenzbedrohend, äußerte sich Philipp Gut, Geschäftsführer der IG Suisse gegenüber der Nachrichtenagentur sda, aber die Größten, etwa 20 an der Zahl, müssten mit 10.000 bis 20.000 Franken Einbußen jährlich rechnen. Das dürfte bei einigen zu der Entscheidung führen, den Christbaumanbau aufzugeben und sich anderen Kulturen zuzuwenden. (jen)