Grüne Branche

Schwere Brandschäden in Klostergärtnerei

, erstellt von

In Köln hatte die extreme Hitze der vergangenen Tage weitreichende Folgen für eine Klostergärtnerei. Durch das Entflammen einer Straßenböschung fing auch der Produktionsbereich des benachbarten Unternehmens am 26. Juli 2019 Feuer. Die Flammen breiteten sich rasch aus und richteten erheblichen Schaden an.

Durch die Hitzewelle befand sich die Vegetation der Straßenböschung in extremer Trockenheit. So kann eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe erheblichen Schaden anrichten. Nach Angaben der Polizei gehe man nicht von Brandstiftung aus, führt die Brandursache aber eben auf eine solche Zigarette oder die Sonneneinstrahlung auf eine Glasscherbe zurück. Die entflammte Böschung hatte weitreichende Folgen für die angrenzende Klostergärtnerei.

Böschungsbrand greift auf Klostergärtnerei über

Die Flammen griffen schnell auf gelagerte Kunststoffpaletten am Rande des Gärtnereigeländes über und breiteten sich rasch aus. Als die zur Hilfe gerufene Feuerwehr mit knapp 50 Einsatzkräften am Ort des Geschehens eintraf, erstreckte sich der Brand bereits auf den Produktionsbereich der Klostergärtnerei. Erschwerend hinzu kamen, dass ein Öltank auf dem Gelände in Brand zu geraten schien, sowie die extreme Trockenheit und Temperaturen nahe der 40-Grad-Celsius-Marke. Mit großem Wassereinsatz konnte der Brand nach rund einer Stunde eingedämmt werden.

Flammen zerstören große Teile der Gärtnerei

Trotz des schnellen und beherzten Eingreifens der Feuerwehr, die sogar mit einem Spezial-Fahrzeug der Flughafenfeuerwehr anrückte, wurden ungefähr 500 Quadratmeter des Venlo-Gewächshauses mit den Kulturen und Einrichtungen darin völlig zerstört. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde die Gewächshauskonstruktion, die durch die enorme Hitze und starke Brandenergie schwer beschädigt wurde. Aber auch das benötigte Löschwasser forderte seinen Tribut. Sozialräume sowie die Werkstatt der Klostergärtnerei wurden dadurch angegriffen. Alle Mitarbeiter konnten zum Glück das Gelände rechtzeitig verlassen. Neben den im Außenbereich gelagerten Mehrweg-Kunststoffpaletten wurde ein Freiland-Gießwagenfeld vom Feuer beschädigt.

Pflanzen durch Rußentwicklung geschädigt

Die starke Rußentwicklung erstreckte sich weit über das gesamte Gelände und erreichte so auch vom Brandherd entferntere Gewächshausbereiche und Pflanzen. Die Betriebselektrik wurde durch den Brand zunächst stillgelegt, wodurch auch die Bewässerungsanlage zunächst ausfiel. Das konnte aber zügig behoben werden.

Schaden in Höhe von bis zu 250.000 Euro

Dem schnellen und effektiven Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass sich der Gesamtschaden voraussichtlich im Bereich von 200.000 bis 250.000 Euro bewegen wird. Wie die Gartenbau-Versicherung (GV) mitteilte, kam unmittelbar einer ihrer Außendienstmitarbeiter zur Beratung und Unterstützung in den Betrieb. Neben dem Beginn der Schadenregulierung stand vor allem auch die Beratung zu Aufräumarbeiten, Reparaturen und Reinigung im Vordergrund.