Grüne Branche

Schwieriger Start ins Jahr 2004: Thüringer EZG trotzdem voller Hoffnung

Von einem schwierigen Jahr 2003 sprach der Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft Thüringer Zierpflanzen (EZG), Werner Gajek, zur Generalversammlung, die traditionell nach dem Abschluss der Frühjahrssaison durchgeführt wurde. Ware im Wert von rund einer viertel Million Euro, zum größten Teil vertraglich gebunden, konnte nicht abgesetzt werden. Das waren vornehmlich Cyclamen, Violen im Spankorb, Dianthus chinensis, Pelargonien und Primeln, aber auch Grabschmuck und Grün. So lag der Umsatz am Ende mit 3,049 Millionen Euro um 0,202 Millionen Euro unter dem des Vorjahres. Trotzdem war 2003 bezüglich des Umsatzes das zweitbeste Jahr seit Gründung der EZG vor nunmehr elf Jahren. „Und“, sagte Gajek, „wir erreichten trotz aller Widrigkeiten auch ein positives Betriebsergebnis.“ Er bedauerte, dass die Abnehmer ihren Druck auf die Preise weiter erhöhten, aber auch ihre Abzüge. Setze sich dieser Trend fort, werde man die EK-Preise erhöhen müssen. Sehr schwer sei es auch, neue Kunden zu gewinnen. Kaum Fortschritte gab es beim Bemühen, mehr Ware vertraglich mit den Abnehmern zu binden.

Zum Verlauf des ersten Halbjahres 2004 bemerkte Gajek, durch den schwachen Verkauf entstanden Verluste, die nicht aufgefangen werden könnten. Dazu kämen gestiegene Energiepreise, ein verunsichertes Umfeld und wachsende bürokratische Auflagen. Auch Aktionspreise hätten nichts mehr genützt.