Grüne Branche

Seit 130 Jahren: Bäume aus guter Schule

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Seit 130 Jahren produziert die Baumschule Ley in Meckenheim Bäume und Sträucher. Was 1891 als Baumschule für Obstgehölze und Rosen auf einem halben Hektar Ackerland begann, hat sich im Laufe der Jahrzehnte zu einer der führenden Betriebe seiner Art in Europa entwickelt – inzwischen in fünfter Generation und auf über 500 Hektar.

Ley-Mitinhaberin Camilla Bublies und Geschäftsführer Christoph Dirksen. Foto: Gerlinde Witt

Langjährige, erfolgreiche Gehölzproduktion

Grundlage für die langjährige, erfolgreiche Produktion der Allee-, Blüten- und Straßenbäume, Obstgehölze, Solitärsträucher und Solitärkoniferen sind ein gemäßigtes Klima, fruchtbarer Löss-Lehm-Böden und großes gärtnerisches Know-how. „Das diesjährige 130. Firmenjubiläum unserer Baumschule fällt in eine Zeit, in der Grün eine immer höhere Wertschätzung erfährt“, sagt Camilla Bublies, Mitinhaberin und Vertreterin der fünften Ley-Generation. Gleichzeitig werden die Auswirkungen der zunehmenden Klimaveränderung auf Bäume immer wichtiger. Auch Ley beschäftigt sich intensiv mit diesem Thema. In Zusammenarbeit mit weiteren Experten ist so unter anderem eine Liste von Zukunftsbäumen entstanden, die als außerordentlich robust, widerstandsfähig und tolerant im Hinblick auf Trockenheitsstress, Hitze und extreme Witterung gelten – darunter Neuheiten, Acer rubrum ‘Redpointe’ oder altbewährte Sorten, wie die eigene Selektion Acer platanoides ‘Allershausen’.

Aufschulware überwiegend regional in Meckenheim produziert

Der Anspruch, nicht der Größte zu sein, sondern stets zu den Besten zu gehören, spiegele sich in der Anzucht der Gehölze und im weiteren, lückenlosen Produktionszyklus wider, so einer der beiden Geschäftsführer, Christoph Dirksen. „Wir produzieren über 90 Prozent unserer Aufschulware selbst – regional in Meckenheim.“ Aber in der heutigen Zeit sei nicht nur die Güte des Produkts aus gesicherter Herkunft entscheidend, sondern auch die Qualität des Produktionsprozesses – insbesondere in puncto Nachhaltigkeit. Unter anderem kommt bei der Baumschule Ley moderne GPS- und Bewässerungs-Technik, mechanische Unkrautbekämpfung, die Anlage von Blüh- und Schonstreifen, die bauliche Weiterentwicklung des Standorts unter Einbeziehung erneuerbarer Energien und Photovoltaik-Technik zum Einsatz. Um ihre Böden nachhaltig zu pflegen, setzt die Baumschule Grüneinsaat, Zwischenkulturen und Blumenwiesen-Einsaat ein.

Chronik der Baumschule Ley

  • 1891: Gründung durch Wilhelm Ley (1850–1921)
  • 1918: Betriebsübernahme durch Bernhard Wilhelm Ley
  • 1956: Einstieg der Brüder Karl und Fritz Ley; Karl Ley war von 1969 bis 1982 zudem Präsident des Zentralverbands Gartenbau (ZVG)
  • 1971: Gründung Gartencenter „Der Sängerhof“
  • 1980er- und 1990er-Jahre: Einstieg von Wilhelm Ley, Karl-Friedrich Ley, Monica Ley-Pilhatsch, Marita Ley
  • 1992: Umzug des Betriebs vom Baumschulenweg 9 in den Baumschulenweg 20, 53340 Meckenheim
  • 2004: Umstrukturierung zur Wilhelm Ley GmbH & Co. KG mit Wilfried Demary und Christoph Dirksen als Geschäftsführer
  • 2016: Einstieg der 5. Generation mit Camilla Bublies und Katharina Ley
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