Grüne Branche

Seit einem Jahr: Europas größter städtischer Indoor-Gemüsegarten

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Im November 2018 weihte METRO France einen 80 Quadratmeter großen Indoor-Gemüsegarten im Standort Nanterre bei Paris ein. Damit sei diese Indoor-Farma die größte ihrer Art in ganz Europa. Nach einem Jahr kann das Unternehmen eine positive Bilanz ziehen.

Seit etwas mehr als einem Jahr betreibt die Metro Europas größtes städtisches Indoor-Gewächshaus. Foto: Metro

Rund 6.000 Stammkunden nach einem Jahr

Vor einem Jahr wurde im Standort der Metro in Nanterre in der Nähe von Paris ein 80 Quadratmeter großer Gemüsegarten eröffnet, in dem aromatische Kräuter und Mikro-Gemüse angebaut werden. Regional ansässige Köche können somit stets auf lokale, qualitativ hochwertige und äußerst frische Produkte zurückgreifen. Nach gut einem Jahr in Betrieb hat der städtische Gemüsegarten sein Publikum mit mehr als 6.000 Stammkunden aus der Region gefunden.

Steigerung des Absatzes von fünf Hauptprodukten

Entstanden sei der Gemüsegarten in Kooperation mit dem Start-Up Infarm, das insgesamt 18 große beleuchtete Schaufenster installierte, in denen die Pflanzen angebaut werden. Jeder dieser Gemüsegärten enthalte 14 Anbauschalen mit etwa 40 Pflanzen, darunter 13 Sorten von aromatischen Kräutern und 4 Sorten von Mikropflanzen, wie zum Beispiel Roter Rettich, Erbsen, grüner Shiso und Senf. Die Metro Gruppe konnte insbesondere den Absatz von fünf besonderen Hauptprodukten steigern, die da sind grüner Shiso, thailändisches Basilikum, Konfetti-Koriander, Zitronenbasilikum und besonders großes grünes Basilikum.

Reduzierter Kohlenstoff-Fußabdruck bei Produktion

Die Hydroponik-Technologie reduziert den Kohlenstoff-Fußabdruck der Kräuterproduktion, da es keinen Transport gibt. Außerdem spart sie fast 90 Prozent des Wasserbedarfs ein und ermöglicht den Anbau ohne den Einsatz von umweltbelastenden Pestiziden. Da der Wachstumszyklus dieser Pflanzen etwa drei bis vier Wochen beträgt, kann die Metro schnell und effizient auf saisonale Verbrauchsspitzen reagieren. Im Sommer waren demnach Schnittlauch und Basilikum am erfolgreichsten, während die Köche im Herbst auf Dill oder Koriander zurückgriffen. Diese Flexibilität ermöglicht es auch, auf sehr spezifische Anfragen bestimmter Kunden zu reagieren. Insgesamt betrage die Produktion an frischem Gemüse und Kräutern in den vertikalen Gewächshäusern fast 4 Tonnen jährlich an 365 Tagen im Jahr.