Grüne Branche

Seminar Dachbegrünung: Grüne Dächer für grüne Kommunen

Auf der Insel Mainau diskutierten am 11. Oktober 2011 Experten im Gründach-Forum mit Architekten, Landschaftsarchitekten, Ausführungsbetrieben und kommunalen Fachbehörden, welchen Beitrag die Dachbegrünung zur Verbesserung der Situation leisten kann.

Veranstaltet wurde das Gründach-Forum vom Deutschen Dachgärtner Verband (DDV) zusammen mit den baden-württembergischen Landesverbänden Garten,- Landschafts- und Sportplatzbau (VGL) und Bund Deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA) sowie der Mainau GmbH

Die aktuelle Debatte um städtische Hitzeinseln und Regenwassermanagement gibt die Richtung vor – um für die Herausforderungen der Klimaerwärmung gewappnet zu sein, müssen unsere Städte die grüne Infrastruktur ausbauen.


Dachflächen als Freizeitraum
Knapp 100 Teilnehmer aus Deutschland und der Schweiz folgten der Einladung, um mit den Fachreferenten und Gründach-Kollegen über die aktuellen und zukünftigen Einsatzgebiete begrünter Dächer zu diskutieren.

Neben den stadtökologischen Aspekten stand dabei auch die Nutzung der Dachflächen als Freizeit- und Erholungsraum auf der Agenda. 


Info-Blatt zu Abwasserkosten
Aber auch die Grundlagen der Dach- und Vegetationstechnik kamen nicht zu kurz. Ein besonderer Fokus wurde auf die Einbindung begrünter Dächer als Maßnahme des naturnahen Regenwassermanagements und den damit verbundenen Gebühreneinsparungen gelegt.

Hierbei wurde neben dem neuen Leitfaden „Dachbegrünung für Kommunen“, der wertvolle Hinweise zur Einführung der gespaltenen Abwassergebühr liefert, auch das Informationsblatt „Abwasserkosten – gut geplant ist halb gespart“ des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau präsentiert.

Vor dem Hintergrund der landesweiten Einführung der Niederschlagswassergebühren in Baden-Württemberg stieß diese Thematik auf besonders großes Interesse. 

Ebenfalls topaktuell präsentierte sich die Kombination von Dachbegrünung und Fotovoltaikanlagen.

Hier existieren in der Zwischenzeit fundierte Messwerte, die die Synergieeffekte der Kombinationslösung mit konkreten Zahlen belegen, sodass einer gemeinsamen Förderung von erneuerbaren Energien und Dachgrün nichts mehr im Wege steht.