Grüne Branche

Sicherheit auf dem Friedhof

Die Gartenbau-Berufsgenossenschaft erneuerte ihr Merkheft GBG 2 "Sicher arbeiten auf Friedhöfen" und ergänzte mit GBG 2.1 "Sicheres Arbeiten in Krematorien und beim Umgang mit Verstorbenen" um ein zusätzliches Merkheft für diesen Bereich.

Das Ausheben von Gräbern und die damit verbundenen Verbaumaßnahmen bilden aus dem Blickwinkel der Unfallverhütung einen besonders wichtigen Themenkomplex. War der Grabaushub für Friedhofsgärtnereien früher selten ein Thema - eher schon für Unternehmen des Garten- und Landschaftsbaus - so zählen manche Friedhofsgärtnereien den maschinellen Grabaushub heute durchaus zu ihrem Aufgabenfeld. Die Gefahren beim Einsatz von Friedhofsbaggern sind in der neuen Broschüre umfangreicher als bei der vorherigen Ausgabe dargestellt. Wesentlich ausführlicher als in der vorherigen Version geht das Merkheft jetzt auch auf die Standsicherheit von Grabdenkmälern ein. Dieses Thema spielt für solche Friedhofsgärtner eine wichtige Rolle, die auch Grabmale vertreiben oder friedhofsverwalterische Aufgaben übernommen haben. Welches Regelwerk maßgeblich ist - also jenes des Steinmetzhandwerks oder die neue TA Grabmal (Technische Anleitung zur Standsicherheit von Grabmalanlagen, August 2006) - muss der Friedhofsträger per Friedhofssatzung vorgeben. Das Kapitel "Friedhofsplanung" wurde ebenfalls erweitert. So findet sich jetzt auch der Hinweis auf bodenkundliche Gutachten. Sie sollen sicherstellen, dass der Friedhofszweck bei den vorgegebenen Ruhezeiten umsetzbar ist. Ferner schreibt das Merkheft "ausreichend breite sowie befestigte Haupt- und Nebenwege" vor. Interessenten können die Merkhefte bei der Gartenbau-Berufsgenossenschaft in Kassel anfordern oder auf der Internetseite der Sozialversicherung für den Gartenbau (www.lsv.de/gartenbau) herunterladen. Dies gilt ebenso für diverse weitere Merkblätter, beispielsweise "Arbeitssicherheit bei Baumarbeiten" (GBG 1), "Pflanzenschutz im Gartenbau" (GBG 11), "Arbeitssicherheit im Verkauf" (GBG 12).