So wenig Äpfel wie noch nie in Baden-Württemberg

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Baden-Württembergs Apfel-Anbauer erwarten in diesem Jahr eine historisch geringe Ernte. Foto: Pixabay

Baden-Württembergs Apfel-Produzenten machen sich auf die geringste Erntemenge der vergangenen 30 Jahre gefasst. Nach ersten Schätzungen der amtlichen Obsternteberichterstatter landen in diesem Jahr lediglich eine Million Dezitonnen Äpfel in den Erntekörben.

Damit unterbietet die Apfel-Ernte in diesem Jahr laut Statistischem Landesamt Baden-Württemberg voraussichtlich sogar noch die bislang schlechtesten Ernte-Ergebnisse aus den Jahren 1995 (1,75 Millionen Dezitonnen) und 1991 (1,09 Millionen Dezitonnen). Parallel ist die Anbaufläche von Äpfeln in den letzten Jahren auf derzeit 12.100 Hektar gewachsen.

Erwarteter Flächenertrag bei allen Apfel-Sorten ernüchternd

Während der Flächenertrag in den Jahren 2011 bis 2016 durchschnittlich bei 280 bis 320 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) Äpfel je Sorte lag, sind die Erwartungen in diesem Jahr deutlich ernüchternder. Bei ‘Boskoop’ etwa gehen die Produzenten von rund 33 dt/ha aus, bei ‘Jonagold’ von 53 dt/ha und bei ‘Idared’ von 64 dt/ha.

Mit voraussichtlich jeweils 90 bis 100 dt/ha hinken die erwarteten Erträge auch bei ‘Fuji, ‘Elstar’, ‘Braeburn’, und ‘Golden Delicious’ deutlich hinter dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre hinterher. Immerhin im dreistelligen Bereich liegen die Ernte-Erwartungen bei den Apfel-Sorten ‘Gala’ (136 dt/ha), ‘Rubinette’ (117 dt/ha) und ‘Pinova’ (113 dt/ha).

Spätfröste hauptverantwortlich für schlechte Apfel-Ernte 2017

Einer der Hauptgründe für die historisch schlechte Apfel-Ernte 2017 in Baden-Württemberg sind die landesweiten Spätfröste Mitte April. Temperaturen von bis zu minus sieben Grad Celsius haben die empfindlichen Blüten zu sehr geschädigt. Selbst Gegenmaßnahmen wie etwa eine Frostschutzberegnung haben laut Statistischem Landesamt „allenfalls in geschützten Einzellagen die erhoffte Wirkung“ gezeigt.

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