Grüne Branche

Social Media: Wie funktioniert Online-Kommunikation richtig?

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Im Geschäft oder am Telefon ist die Kommunikation mit dem Kunden für grüne Unternehmen selbstverständlich – online zu kommunizieren, fällt vielen dagegen immer noch recht schwer. Dabei ist Kommunikation dank Social Media und Interaktionsmöglichkeiten heute auch online bereits selbstverständlich.

Immer mehr Kunden informieren sich vor einem Kauf online. Social Media wie Facebook, Twitter und Co. spielen dabei eine wichtige Rolle. Foto: Andrey Popov/Fotolia

Social Media beeinflussen Kaufentscheidungen

Heidi Hecht, Projektmanagerin Social Media und PR beim Grünen Medienhaus, ist sich sicher: Social Media können den Handel positiv beeinflussen. Fakten sprechen hier für sich: Vier von zehn Social-Media-Nutzern haben heute vor einem Online-Kauf das betreffende Produkt bereits markiert oder als Favorit in Twitter, Facebook oder Pinterest geteilt, weiß sie. Und 71 Prozent der Konsumenten lassen sich beim Kauf von Referenzen in den Social Media leiten.

An vorderster Front ist laut Hecht immer noch Facebook (30,8 Prozent), gefolgt von YouTube und LinkedIn (je 27 Prozent), Google Plus (20 Prozent), Pinterest (zwölf Prozent) und Twitter (acht Prozent). Dabei variieren die beeinflussenden Medien mit den Produktgruppen: Im Bereich Gärtnern und Dekorieren übt Pinterest mit 18 Prozent mehr Einfluss aus als Facebook (acht Prozent) und Twitter (acht Prozent).

Wichtig: die Online-Bedürfnisse der Zielgruppe

Studien aus dem Neuromarketing belegen, dass nur zwei Prozent der wahrgenommenen Informationen im Kopf bleiben. Aber wie schaffen grüne Unternehmen es, bei der ganzen Informationsflut, zu diesen zwei Prozent zu gehören? Wichtig ist laut Hecht zuerst einmal zu schauen, wie die eigene Zielgruppe gestrickt ist und welche Online-Bedürfnisse sie hat. Die unterscheiden sich nämlich je nach Geschlecht schon einmal recht deutlich.

Frauen sind laut Hecht etwas häufiger auf Facebook unterwegs als Männer: 51,2 Prozent der rund 2,1 Milliarden Facebook-Nutzer weltweit beziehungsweise der 30 Millionen in Deutschland sind Frauen. Demgegenüber sind 55 Prozent der weltweit eine Milliarde Instagram-Nutzer Männer.

Überraschend: Bei Online-Inhalten achten Frauen eher darauf, ob das Gesehene für sie nützlich, intelligent ist, während für Männer die Nützlichkeit des Inhalts eher keine Rolle spielt – ihnen ist eher wichtig, dass er lustig ist.

Jüngere lassen sich durch Bilder, Ältere durch Text begeistern

Je nach Kunden muss ein Unternehmen in seinem Online-Auftritt den passenden Content haben. „Content is king“, so Hecht. Content ist dabei nicht nur der Inhalt an sich, sondern auch seine dargestellte Form. Demnach bevorzugen junge Kunden zwischen 18 und 24 Jahren in erster Linie Videos als Content-Format (65 Prozent), gefolgt von Fotos (51 Prozent) und Social-Media-Posts (49 Prozent).

Demgegenüber mag der User über 55 Jahren vor allem die Nachrichtenform (59 Prozent), um über Inhalte informiert zu werden, es folgen Videos (43 Prozent) in seiner Beliebtheitsskala, dann Studien (40 Prozent). Auf den Punkt gebracht: Jüngere sind online eher mit Bildern zu begeistern, bei Älteren kommen eher Texte an.

Facebook bleibt der „Allrounder“

Auch die bevorzugten Medien sind unterschiedlich: Anders als oft kommuniziert, haben mehr Jüngere (88 Prozent) als Ältere (69 Prozent) einen Facebook-Account. Facebook ist damit immer noch der „Allrounder“. Instagram-Accounts nutzen dagegen fast nur Jüngere (64 Prozent), Ältere nur wenig (neun Prozent).

Noch krasser sind die Unterschiede bei Snapchat: Hier haben 59 Prozent der Jüngeren, aber nur ein Prozent der Älteren einen Account. Bei Twitter und Pinterest sind die Unterschiede nicht ganz so groß, Xing und LinkedIn nutzen Jüngere und Ältere fast gleich stark.

Beim Inhalt gilt, wie auch im Marketing immer empfohlen, Storytelling als wichtigste Möglichkeit, möglichst viel der zwei Prozent Aufmerksamkeit zu erzielen. „Schon als Kinder mochten wir gute, spannende und lustige Geschichten“, so die Expertin. Warum sollte das also in den Social Media anders sein?