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Sonja Bernadotte-Preis 2019 an Silvia Fengler verliehen

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Auf der 197. Jahreshauptversammlung der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft (DGG) wurde am 18. Oktober auf Schloss Mainau der Sonja Bernadotte-Preis verliehen. Preisträgerin 2019 ist Silvia Fengler vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

DGG-Vizepräsidentin Heike Boomgaarden, Preisträgerin Silvia Fengler, Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Bettina Gräfin Bernadotte, Geschäftsführerin Insel Mainau und Laudatorin Silke Bell, Hessisches Kultusministerium (v.l.n.r.). Foto: Insel Mainau/Tobias Mayer

Erstmalig wurde ein Ministerium ausgezeichnet

Mit dem "Sonja-Bernadotte-Preis für Wege zur Naturerziehung" werden Einzelpersonen, Gruppen, Schulen/Hochschulen, Institutionen, Verbände, Unternehmen und Kommunen ausgezeichnet, die sich durch Schulgärten, schulbiologische Einrichtungen, Naturschutzzentren und andere außerschulische Lernorte für die Naturerziehung einsetzen. Erstmalig beschloss das Kuratorium, ein Fachministerium auszuzeichnen. Die Vergabe an Silvia Fengler wird damit begründet, dass  die Auszeichnung einer kooperativen und äußerst engagierten Persönlichkeit aus dem Ministerium eine Wirkung in andere Ministerien hinein bekräftigen und zu einem Austausch mit Staatssekretären und Ministern führen kann.

„Naturerleben, Naturerziehung, Schulgartenarbeit, Bildungskompetenzen und BNE in Einklang bringen“

“Ihr gelingt es vorbildlich Naturerleben, Naturerziehung, Schulgartenarbeit, Bildungskompetenzen und die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung (BNE) in Einklang zu bringen und dazu landesweit und auch auf Bundesebene (Arbeitsgemeinschaft der BNE Länderreferenten) zu motivieren. Sie kümmert sich aber auch darum, dass diese Themen im Haushalt langfristig eingeplant werden. Nicht nur die Arbeit im Ministerium, sondern auch ihre Arbeit zwischen Ministerium und den Umsetzenden in der Praxis zeigt ihr vernetztes Handeln“, erklärte Laudatorin Silke Bell vom hessischen Kultusministerium die Wahl der Preisträgerin in diesem Jahr.  

„Naturerziehung und Umweltbildung strukturell verankern“

„Ich freue mich besonders, weil das Sonja Bernadotte-Kuratorium mit der Vergabe des Preises würdigt, was meinem ganzen Team für Bildung und nachhaltige Entwicklung im Ministerium so wichtig ist, nämlich Naturerziehung und Umweltbildung strukturell zu verankern und in die Bildungsstrukturen hinein zu wirken. Hessen ist das erste und -  soweit ich weiß - das einzige Bundesland, das BNE als besondere Bildungs- und Erziehungsaufgabe im Schulgesetz verankert hat“, freute sich die Preisträgerin bei der Übergabe.

1.500 Euro Preisgeld geht an Biberbau-Lernen durch tun

Das mit 1500 Euro dotierte Preisgeld kommt dem Verein „Biberbau-Lernen durch tun“ in Wiesbaden zu Gute. Hier können Kinder auf einem 5.000 Quadratmeter  großen Naturspielplatz toben, Tiere versorgen und das ganze Jahr über unter Anleitung gärtnern, in eigenen Beeten oder auch durch die Pflege der Pflanzen auf dem Gelände. Seit 2002 wurden insgesamt 7 Umweltbildungseinrichtungen, ein Künstler, eine Einzelperson, vier Universitätsangehörige, eine Person aus der Lehrendenausbildung, eine Schule und eine „populäre Einrichtung“ ausgezeichnet.