Grüne Branche

Sonnennekrosen an Lindenstämmen besonders an geschützten Standorten

Wie in allen anderen Bereichen der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen muss auch das Versuchswesen im Bereich Baumschule in den kommenden Jahren Einsparungen vornehmen. Diese sollen aufgefangen werden durch einen vermehrten Pflanzenverkauf oder durch Auftragsversuche, erklärte Berater Peter Uehre bei der Tagung des Landesverbandes Westfalen-Lippe im Bund deutscher Baumschulen (BdB) in Münster-Wolbeck. Auch sein Kollege, Berater Thomas Vogt, informierte die rheinischen Baumschuler bei deren Tagung in Köln-Auweiler über den Stand des Versuchswesens. Demnach sollen überregionale Kooperationen im Versuchswesen gestärkt werden, wie sie beispielsweise die Norddeutsche Kooperation - Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt - praktiziert.

Uehre berichtete im Weiteren über einige Versuche, die schon länger laufen oder gerade abgeschlossen wurden. Untersucht wurde beispielsweise die Pflanzung von Alleebäumen mit Containerballen, verglichen mit einer wurzelnnackten Pflanzung oder mit einem Freilandballen. Ferner die Wirksam- und Verträglichkeit von Herbiziden in Containern. Außerdem wurden 18 Herbizide einem Praxistest unterzogen. Es wurde u.a. herausgefunden, dass Sonnennekrosen an Lindenstämmen besonders an geschützten Standorten an der Straße auftreten. In freien Lagen sind keine Schäden zu beobachten.