Grüne Branche

Spargel: Durchwachsene Saison in Schleswig-Holstein

, erstellt von

Schnee und Hagel bis April, ein verspäteter Saisonstart und zu warmes Wetter im Juni: Die Spargelbauern aus Schleswig-Holstein ziehen zum Saisonende eine durchwachsene Bilanz, wie die Landwirtschaftskammer berichtet.

Spargel: Das Wetter spielte den Produzenten in dieser Saison nicht in die Karten. Foto: Fotolia Alexander Spoerr.

Schlechtes Wetter: Spargelbauern in Schleswig-Holstein kamen Nachfrage nicht hinterher

Rund 60 Betriebe bauen Spargel in Schleswig-Holstein an. Oft konnten sie nicht allen Kaufwünschen der Verbraucher nachkommen, so die Landwirtschaftskammer. Zu unbeständig zeigte sich das Wetter vor allem zu Beginn der Saison. Und so gelangte zum 1. Mai oder auch zu Christi Himmelfahrt nicht genug Edelgemüse auf den Markt.

Immerhin boten die wärmeren Temperaturen rund um das Pfingstfest einen Lichtblick für die Spargelbauern, der Ertrag steigerte sich vorübergehend. Die Eisheiligen jedoch bremsten diesen Aufschwung wieder aus.

Spargel: Betriebe beenden Saison frühzeitig, Preise stabil

Zum Saisonende war es dann zu warm und die Belebung des Spargelabsatzes sei vielerorts ausgeblieben, so die Landwirtschaftskammer. Manche Betriebe beendeten die Saison frühzeitig.

Für Verbraucher und Produzenten gleichermaßen erfreulich: Die Preise blieben leicht über Vorjahresniveau stabil und auch die Qualitäten waren gut. Viele Betriebe konnten so die gestiegenen Personalkosten zumindest etwas kompensieren.

Regionale Produktion spielt für den Spargelabsatz in Schleswig-Holstein eine große Rolle. 90 Prozent des Edelgemüse werden dort direkt vermarktet. Rund sieben bis elf Euro kostete das Kilo. In Schleswig-Holstein wird auf zirka 400 Spargel angebaut. Die Erntemenge liegt bei rund 1.600 Tonnen. Das Ertragsniveau ist im langjährigen Vergleich leicht unterdurchschnittlich.