Grüne Branche

Spargel: Produzenten blicken skeptisch auf die Saison

Die Spargelernte hat begonnen, wie die Vermarktungsorganisationen OGA und OGV Nordbaden melden. Und das, obwohl die Temperaturen im Vergleich zum Vorjahr deutlich kälter ausfallen. Die Produzenten blicken skeptisch auf die Saison.

Die Spargelernte hat begonnen, Mindestlohn und Wetter bereiten Kopfzerbrechen. Foto: ZVG

Die ersten Stangen Spargel, die für die Saison 2015 geerntet wurden, stammen aus einem speziellen Anbau. Nur wenige Betriebe nutzen sie nach Angaben der OGA bisher. Durch die Wärmeabstrahlung von untererdig verlegten Wasserleitungen werden die Spargelwurzeln zum frühzeitigen Austrieb angeregt.

Erster badischer Spargel Ende März

Mit dem ersten badischen Spargel aus speziell angefertigten Hochtunneln sei erst Ende März zu rechnen. Zwar kann sich der Verbraucher dann rechtzeitig zum Osterfest über Spargel freuen, doch anders als noch 2014 werden nur begrenzte Mengen verfügbar sein. Im vergangenen Jahr war die Spargelernte rekordverdächtig. 20.000 Hektar brachten 115.000 Tonnen Spargel hervor. Deutschland bleibt mit diesen Zahlen an der Spitze der europäischen Anbaugebiete.

Mindestlohn bereitet Gartenbau und Landwirtschaft

SorgenNicht nur wegen des kalten Wetters blicken die deutschen Obst- und Gemüseproduzenten skeptisch auf die Spargelsaison. Wie anderen Bereichen der Landwirtschaft und des Gartenbaus bereitet den Spargelproduzenten vor allem die Umsetzung des Mindestlohns Kopfzerbrechen. So würden erhebliche Mehrkosten verursacht. Wie die OGA/OGV mitteilt stünden viele Betriebe sogar vor der Entscheidung, die Produktion ganz einzustellen. Wie der ZVG bereits meldete, kann der Verbraucher von einer Preissteigerung von bis zu zehn Prozent das Kilo Spargel ausgehen.

Die OGA Nordbaden eG in Bruchsal war mit ihrer Vertriebsorganisation OGV auch im vergangenen Jahr mit einer Vermarktungsmenge von über 5.700 Tonnen der größte Anbieter von deutschem Spargel innerhalb aller deutschen Erzeugerorganisationen. (oga/ogv/ts)