Grüne Branche

Spargelsaison 2006: Meist höhere Preise als im Vorjahr

Die Preise für Spargel waren in der Saison 2006 auf allen Handelsstufen meist höher als 2005. Darauf wies die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle (ZMP) in einem zur Spargel- und Erdbeerbörse in Karlsruhe herausgegebenen Sonderdruck „Rückblick auf die Spargelsaison“ hin.

Der durchschnittliche Großhandelsabgabepreis für deutschen Spargel der Klasse I (weiß, 16 bis 26 Millimeter) lag in dieser Saison um knapp fünf Prozent über dem des Vorjahres. Der Preisverlauf ähnelte dem des Vorjahres. Einer etwa fünf Wochen dauernden Phase recht hoher Preise folgte starker Preisverfall nach Ostern. In Kalenderwoche 20 wurde sogar der niedrigste Spargelpreis seit 2003 registriert. In der Schlechtwetterperiode der Kalenderwochen 22 und 23 erholte sich der Preis, um zum Saisonende wieder abzusacken. Die Ausweitung der Spargel-Ertragsfläche in Deutschland hat sich verlangsamt. Nach der starken Zunahme von 12904 Hektar in 2001 auf 18117 Hektar in 2005 pendelte sich das Areal zur Saison 2006 auf 18408 Hektar ein. Die Erträge waren niedriger als im Vorjahr. 14600 Tonnen Spargel haben die deutschen Erzeugermärkte in dieser Saison verkauft. Dies entspricht einem Rückgang um 19 Prozent gegenüber 2005.