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Spargelsaison in Bayern offiziell eröffnet

Die bayerische Spargelsaison ist offiziell eröffnet. In Schwabach hat heute Landwirtschaftsminister Helmut Brunner zusammen mit der fränkischen Spargelkönigin Miriam Adel die ersten Freilandstangen des beliebten Edelgemüses gestochen. 

Bayerns Landwirtschaftsminister Brunner (re.) und die fränkische Spargelkönigin stechen in Schwabach die ersten Stangen. Foto: StMELF Bayern

Spargel: Paradebeispiel eines regionalen und saisonalen Produkts

„Der Spargel ist das Paradebeispiel eines regionalen und saisonalen Produkts“, so Brunner beim „Anstich“ in Schwabach. Insbesondere die kurzen Wege vom Feld zum Verbraucher seien ein „unschlagbarer Vorteil“ bayerischen Spargels und würden ein Höchstmaß an Frische und Qualität garantieren. Der Pro-Kopf-Verzehr in Bayern liegt laut Statistik bei 1,6 Kilogramm frischem Spargel je Saison.

2014 verzeichneten die bayerischen Spargelanbauer den Angaben zufolge eine Rekordernte – wie das bayerische Landwirtschaftsministerium angibt, wurden im letzten Jahr insgesamt 15.226 Tonnen Spargel geerntet. Das komme einer durchschnittlichen Erntemenge von 6,2 Tonnen pro Hektar gleich.

2.500 Hektar Spargelanbaufläche in Bayern

Im vergangenen Jahr wurden in Bayern auf insgesamt rund 2.500 Hektar Fläche Spargel angebaut, was im Vergleich zu 2013 ein Plus von sieben Prozent bedeutet. Wie das Bayerische Landwirtschaftsministerium weiter mitteilt, gibt es im Freistaat außerdem 500 Hektar Jungflächen, die noch keinen Ertrag bringen. Somit sei Spargel vor Zwiebeln und Einlegegurken bezogen auf die Anbaufläche die bedeutendste Gemüsekultur in Bayern.

Das Gebiet um Schrobenhausen inklusive der Regionen Pfaffenhofen, Neuburg a. d. Donau, Pörnbach und Aichach-Friedberg ist den Angaben zufolge die größte Spargelanbauregion in Bayern mit rund 46 Prozent der bayerischen Anbaufläche. Danach folgen:

  • das niederbayerische Anbaugebiet um Abensberg und Straubing mit 27 Prozent,
  • das unterfränkische Maingebiet um Volkach, Kitzingen und Münsterschwarzach mit etwa 14 Prozent,
  • die mittelfränkischen Regionen Nürnberg, Fürth, Erlangen und Roth mit rund zehn Prozent.

Kleinstes bayerisches Anbaugebiet ist den Angaben zufolge die oberfränkische Region um Bamberg und Forchheim mit rund drei Prozent der Anbaufläche. (ts)