Grüne Branche

Spargelsaison in NRW war kurz

Zum traditionellen Ende der Spargelsaison am 24. Juni zieht die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (NRW) Bilanz zum diesjährigen Verlauf. Während der Spargel in normalen Jahren Anfang April aus der Erde hervorbricht, wurden in diesem Jahr erst um den 20. April die ersten Stangen geerntet. Nur durch den Einsatz von Minitunneln über den Spargeldämmen konnten die Spargelanbauer im April mit der Ernte beginnen. Die vorwiegend wechselhafte, kühle Witterung ließ die Temperaturen im Spargeldamm nur zögerlich ansteigen und sorgte auf diese Weise für ein langsameres Wachstum der Stangen. 

Im gesamten April und Mai lagen die Temperaturen nur einige Tage über 20 Grad Celsius. Daher fiel die Ernte in dieser Saison insgesamt unterdurchschnittlich aus. Auch die Nachfrage wurde anscheinend auch durch das kühle Wetter von Ende April bis Ende Mai beeinflusst; die Kunden verhielten sich beim Spargelkauf eher zurückhaltend. Das Preisniveau für deutschen Spargel lag im Durchschnitt zwischen sieben und neun Euro pro Kilo für die erste Klasse.

Die Deutschen verzehren nach wie vor mit mehr als 90 Prozent am liebsten Bleichspargel, führt die Landwirtschaftskammer NRW weiter aus. Grünspargel spielt im Gegensatz zu anderen europäischen Staaten, wie Frankreich und Großbritannien, hier weiterhin nur eine untergeordnete Rolle. In NRW bauen circa 420 landwirtschaftliche Betriebe Spargel an. (ts/lwk)