Grüne Branche

Spezialbetrieb Latzko setzt auf Hagebutten

Eine Spezialität besonderer Art ist die Produktherstellung von "Hägenmark", einem süßen Brotaufstrich aus Hagebutten, durch die Firma J. + U. Latzko GbR in Eckwälden am Fuße der Schwäbischen Alb. Jochen Latzko und seine Ehefrau Ute bewirtschaften mit ihrem Familienunternehmen eine Kulturfläche von 2,5 Hektar und bauen hier ausschließlich Wildrosen zur Hagebuttenproduktion an. Vor einigen Jahren haben Jochen und Ute Latzko ihre Produktion auf Bioanbau umgestellt und die Zertifizierung ihres Betriebes beantragt. Sie erfolgt voraussichtlich im Jahr 2009. Die Produktion der Rosensträucher erfolgt im feldmäßigen Anbau in Reihenkultur. Im Anbau sind im wesentlichen fünf Arten und Sorten: Rosa canina 'Pfänder' und 'Schmids Ideal', Rosa laxa 'Froebelii' und 'Pollmeriana' sowie Rosa inermis.

Alle diese Rosenarten und -sorten haben ihre Hauptblütezeit im Mai und setzen anschließend Früchte an. Die Hagebutte ist eine Sammelnussfrucht. Die Samen sind also von einer fleischigen Wand umgeben, die vom Blütenboden und nicht wie gewöhnlich von den Fruchtblättern gebildet wird. Die Dicke dieser Wand variiert und ist später maßgebend für den verwertbaren Ertrag. Für die rote Farbe der Früchte ist der Farbstoff Lycopin verantwortlich. Das Besondere an den Hagebutten ist der hohe Vitamin C-Gehalt. Er liegt je 100 Gramm Frischware bei rund 1.250 Milligramm. Der Nährwert beträgt etwa 102 Kilokalorien, wobei 22 Gramm Kohlenhydrate und 3,6 Gramm Eiweiß enthalten sind. Der Vitamin C-Gehalt ist etwa viermal höher als beim Sanddorn. Weitere Infos zum Betrieb finden Sie in der TASPO 17/09.