Grüne Branche

Spreetaler Früchte GmbH meldet Insolvenz

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Anfang Dezember wurde vom MDR berichtet, dass die Spreetaler Früchte GmbH mit Sitz in Spreewitz in der sächsischen Oberlausitz Insolvenz angemeldet hat. Dabei hatte das Unternehmen ambitionierte Pläne in der Region gehabt. Nach dem Rückzug eines Investors sei die Gesellschaft jetzt aber zahlungsunfähig.

Nach dem Rückzug des Investors sind die Pläne für ein neues Gewächshaus hinfällig. Symbolfoto: Erwan Hesry / Unsplash

Insolvenzverfahren wurde über Unternehmen eröffnet

Über dem Gärtnereibetrieb Spreetaler Früchte GmbH wurde Ende November am Amtsgericht in Dresden das Insolvenzverfahren eröffnet. Als Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Dr. Christoph Alexander Jacobi aus Dresden berufen, der das Unternehmen fortan im Verfahren begleitet. Dabei hatte die Spreetaler Früchte GmbH Großes vor.

Planungen für einzigartigen Gewächshauskomplex

Der Betrieb plante den Bau eines großen Gewächshauskomplexes, in dem auf einer Fläche von rund 16 Hektar Gemüse produziert werden sollte. Das wollte die Gesellschaft mit Unterstützung eines Investors in die Tat umsetzen. Wie der Insolvenzverwalter mitteilte, sollen dafür Investitionen von bis zu 18 Millionen Euro geplant gewesen seien. Als Ort war der Industriepark Schwarze Pumpe geplant. Wie das lokale Newsportal saechsische.de berichtete, wäre dieser Gewächshauskomplex einzigartig in Sachsen gewesen.

Investor zieht sich zurück

Nachdem sich ein nicht weiter genannter Obst- und Gemüsekonzern als Investor nun zurückgezogen hatte, musste die Spreetaler Früchte GmbH den Betrieb einstellen. Bereits im März berichtete saechsische.de vom Stocken der Verhandlungen zwischen Spreetaler Früchte und der Gemeinde bezüglich der Übernahme des Geländes im Industriepark Schwarze Pumpe. Die Gemeinde wollte demnach möglichst schnell eine Entscheidung über die Nutzung des Geländes, welches nach Informationen des Newsportals auf Erbbaupacht genutzt werden sollte. Durch den Rückzug des Investors wird der Gewächshauskomplex nun nicht entstehen, stattdessen wird die Fläche zukünftig von einer Batteriefabrik genutzt werden. Im Insolvenzverfahren werde aktuell noch geprüft, ob zum einen bestehende Projekte noch umgesetzt werden können und zum anderen steht in der Prüfung, inwieweit die Investoren infolge des unerwarteten Rückzuges für Teilbeträge in der Haftung stehen und dafür aufkommen müssen.

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