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Stachelbeerspanner: Schmetterling des Jahres

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Weil Bauerngärten mit Beerensträuchern immer seltener werden, zählt der Stachelbeerspanner (Abraxas grossulariata) inzwischen bundesweit zu den gefährdeten Arten. Um auf seinen dramatischen Rückgang aufmerksam zu machen, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die BUND NRW Naturschutzstiftung den auffällig gefärbten Falter jetzt zum Schmetterling des Jahres 2016 gewählt.

Schmetterling des Jahres 2016: der Stachelbeerspanner. Foto: Lubomir Hlásek

Appell an Gartenbesitzer: wieder mehr Beerenobst pflanzen

Damit der nachtaktive Stachelbeerspanner auch zukünftig genügend Lebensraum in besiedelten Gebieten vorfindet, empfiehlt der BUND Gartenbesitzern, wieder mehr Beerenobst anzupflanzen und keine Pestizide einzusetzen. Obstgärten gehören dem BUND zufolge neben Gebüschen am Waldrand sowie Knick-Landschaften zum bevorzugten Lebensraum des attraktiven Falters.

Der aufgrund seiner Färbung auch Harlekin genannte Nachtfalter bevorzugt wilde, aber ebenso gezüchtete Stachelbeeren, Johannisbeeren sowie Schlehen und Haseln zur Eiablage und als Futter für seine ebenfalls lebhaft gefärbten Raupen. Ausgewachsene Stachelbeerspanner nehmen hingegen keine Nahrung auf.

Mehrheit der Tag- und Nachtfalter in Deutschland gefährdet

Laut BUND stehen aktuell nur noch rund ein Drittel der Tag- und die Hälfte der Nachtfalterarten in Deutschland nicht auf der Liste der gefährdeten Arten. Um auf die Bedrohung und Bedeutung der Falter aufmerksam zu machen, bestimmen der BUND und die BUND NRW Naturschutzstiftung bereits seit 2003 den Schmetterling des Jahres.