Stadtbewohner haben 25 Quadratmeter Grünfläche zur Verfügung

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Jedem Stadtbewohner in den Metropolen kommen 25 Quadratmeter öffentliches Grün zugute, wie hier in Hamburgs Planten un BBlomen. Foto: Paul Schneider / Pixabay

Besonders während der Corona-Pandemie und deren Einschränkungen kam öffentlichen Grünflächen eine immer größere Bedeutung zu. Gerade in den Metropolen Deutschlands lernten die Bewohner diese Grünflächen als Rückzugs-, Erholungs- und Freizeitort mehr zu schätzen. Doch wieviel Fläche haben die Bewohner urbaner Zentren überhaupt zur Verfügung?

Grünflächenanteil in Metropolen gestiegen

Unter freiem Himmel zusammenkommen und Freunde treffen, in den Wohnungen und Häusern wegen der Corona-Maßnahmen lange Zeit nicht möglich, deshalb wichen Bewohner der Deutschen Großstädte auf öffentliche Grünflächen aus. Sie profitieren aktuell davon, dass der Anteil der Grünanlagen an der Siedlungs- und Verkehrsfläche in den meisten Großstädten über 22 Jahre hinweg leicht gestiegen ist. Absolut wie auch pro Kopf betrachtet, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) hervorgeht. Für das Jahr 2018 standen demnach in den 14 bevölkerungsreichsten Städten Deutschlands mit mehr als 500.000 Einwohnern durchschnittlich 25 Quadratmeter Grünanlagen-Fläche pro Kopf zur Verfügung. 1996 waren es noch 18 Quadratmeter. Im selben Zeitraum stieg in diesen Metropolen auch der Anteil der Grünanlagen an der Siedlungs- und Verkehrsfläche von 7,7 Prozent auf 10,9 Prozent. Zu Grünanlagen zählen Parks, Siedlungsgrünflächen, Botanische Gärten, Spielplätze, aber auch Kleingartenanlagen.

Trend zu mehr Grün auch in kleineren Großstädten

Dieser doch sehr erfreuliche Trend kann demnach auch in Großstädten mit geringeren Einwohnerzahlen zwischen 250.000 und 500.000 abgelesen werden. Hier nahm der Anteil der Grünanlagen an der Siedlungs- und Verkehrsfläche im selben Zeitraum um 2,6 Prozentpunkte auf 9,7 Prozent zu. Die pro-Kopf-Fläche an Grün sei hier sogar nochmals höher mit 27 Quadratmetern. Bei den Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern stieg der Anteil auf 9,2 Prozent und der pro-Kopf-Anteil lag bei 31 Quadratmetern. Insgesamt lasse sich aus der Entwicklung ableiten, welch hohe Bedeutung den Funktionen von Grünflächen im urbanen Raum beigemessen wird.

Regionale Unterschiede bei der Ausdehnung von Grünflächen

Die Werte der einzelnen Städte lassen sich allerdings wegen topographischer Unterschiede und auch prägender historischer Entwicklungen nur mittelbar miteinander vergleichen. Beispielsweise haben Städte in Kessellage wie Stuttgart weniger räumliche Möglichkeiten zur Ausdehnung und Erweiterung ihrer Grünanlagen. Anders sieht es aus in Städten wie Hannover oder Leipzig. Diese Großstädte liegen in flachem Terrain und konnten sich daher einfacher ausbreiten. Frühere Residenzstädte wie München oder Berlin besitzen traditionell große repräsentative Parkanlagen. Auch Umbauten von Befestigungsanlagen ehemaliger freier Reichsstädte wie in Frankfurt am Main oder Köln hin zu grünen Gürteln trugen in diesen Gebieten zur Ausdehnung der Grünanlagen bei. Insgesamt gesehen betrug der Flächenanteil von Grünanlagen an der Siedlungs- und Verkehrsfläche in Deutschland zuletzt sechs Prozent.