Grüne Branche

Stadtgrün: Bienenbäume für reiches Nektarangebot

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Weil es zu wenig Blüten gibt, müssen Imker die Honigbienen bereits im Sommer füttern. Abhilfe können „Bienenbäume“ bringen, also ein Baum-Sortiment, das von April bis Oktober hochwertigen Nektar und Pollen bietet. Baumschulen, GaLaBauer und die Verantwortlichen im Öffentlichen Grün haben dazu mehrere Möglichkeiten.

Bienen brauchen Nahrung. Spezielle Bienenbäume sorgen für ein reiches Nektarangebot. Foto: Pixabay

Kunden Sortiment an Bienenbäumen anbieten

So können Baumschulen ihren Kunden ein Bienenbaum-Sortiment anbieten. Verantwortliche für das Öffentliche Grün können in ihrem Zuständigkeitsgebiet Bienenbäume pflanzen und zusätzlich das Blütenangebot mit Bienenweidepflanzen wie beispielsweise Phacelia erhöhen. Und auf keinen Fall Linden entfernen. Denn Linden sind nicht für das „Massensterben“ verantwortlich, über das Medien seit Jahren berichten.

Im Juli liegen dort am Ende der Blüte häufig tote Hummeln und einige Bienen. In Verruf geriet besonders die spätblühende Silberlinde – zu Unrecht. Die Ursache ist nicht die angeblich giftige Mannose im Nektar, sondern mangelnde Nahrung. In vielen Gegenden ist die Silberlinde die letzte größere Nahrungsquelle des Jahres. Daher zieht sie viele Honigbienen und Hummeln an.

Hummeln finden in verblühten Linden keine Nahrung

Während Honigbienen am Ende der Blüte, wenn kein Nektar mehr vorhanden ist, ihre Vorräte im Bienenvolk nutzen, haben Hummelvölker dagegen nur geringe Vorräte. Vergeblich suchen sie die immer noch duftenden, aber verblühten Linden auf, finden dort aber keine Nahrung mehr. Als Folge verhungern viele Hummeln und sterben entkräftet.

Mehr zu diesem Thema sowie eine Liste empfehlenswerter Bienenbäume – darunter Silberahorn, Rosskastanie, Kornelkirsche und Winterlinde – finden Sie in der aktuellen TASPO 30/2017.