Städtedialog zur Fassaden- und Dachbegrünung

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Ein Städtedialog soll für engen Austausch zum Thema Gebäudebegrünung führen. Foto: Gunter Mann

Das Begrünen von Dächern und Fassaden findet bereits in einigen Städten rege Anwendung, um dem Klimawandel in urbanen Gegenden entschieden entgegenzutreten. Der Bundesverband Gebäudegrün hat nun einen Städtedialog gestartet, um untereinander besser in den Austausch zu kommen.

Klimaanpassung durch mehr grüne Dächer und Fassaden

Das Begrünen von Dachflächen und Fassaden werde bereits in vielen Städten und Kommunen als Anpassung an den Klimawandel und zum Verbessern von Gesundheit und Umwelt genutzt. „Bepflanzte Dächer und Gebäude können die Hitzebelastung im Sommer senken, extreme Niederschläge zurückhalten und die Abflusssituation verbessern“, erklärt Projektleiter Dr. Gunter Mann vom Bundesverband Gebäudegrün. Um diese Städte und Kommunen besser miteinander zu vernetzen und enger in den Erfahrungsaustausch miteinander zu kommen, wurde jetzt vom Verband der „Städtedialog Gebäudegrün“ gestartet. Dieser Dialog soll regelmäßig stattfinden und auch noch erweitert werden, denn zunächst sei das Projekt auf die Städte Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hannover, Leipzig, München und Stuttgart. Inhaltlich soll es beim Städtedialog in erster Linie um das direkte und indirekte Fördern von Dach- und Fassadenbegrünungen gehen. Das Projekt wird auch von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) sowohl fachlich, als auch finanziell mit 215.000 Euro gefördert.

Broschüren können direkten Erfahrungsaustausch nicht ersetzen

„Das Interesse an dem Begrünen von Dächern und Gebäuden als Maßnahme gegen die Folgen des Klimawandels ist vorhanden“, unterstreicht Franz-Peter Heidenreich, DBU-Referatsleiter Kreislaufführung und Bautechnik. Dieses Interesse habe sich unter anderem beim Weltkongress Gebäudegrün 2017 mit mehr als 800 Teilnehmern gezeigt. „Oft herrscht jedoch Unsicherheit darüber, welche konkreten positiven Effekte die bepflanzten Dächer haben oder wie genau diese umgesetzt werden sollten.“ Trotz zahlreicher, informativer und anschaulicher Broschüren zum Thema, könne der direkte Erfahrungsaustausch dadurch nicht ersetzt werden, weshalb der Bundesverband Gebäudegrün den Dialog ins Leben gerufen habe. Auch Förderprogramme gebe es nur in wenigen Städten, weshalb der Austausch ebenfalls einen wichtigen Stellenwert habe.

Weitere Kanäle zum Austausch in Planung

„Mit dem Städtedialog Gebäudegrün wollen wir nun erstmals einen regelmäßigen Austausch zwischen den Städten einführen“, fügt Mann hinzu. Die Veranstaltungen sollen durch verxchiedene Vorträge von Experten, sowie Workshops die Theorie und Praxis miteinander verknüpfen. Kleine und große Städte beziehungsweise erfahrene und unerfahrene Städte werden zu Partnerschaften zusammengebracht. Der Dialog werde zudem auch durch eine Internetplattform, verschiedene Veröffentlichungen sowie den Weltkongress Gebäudegrün ergänzt, der aufgrund der Covid-19-Pandemie auf den 28. bis 30. September 2021 verschoben wurde.

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