Grüne Branche

Standortmarketing: Agrobusiness am Niederrhein wird gefördert

Über 600.000 Euro von der EU, 150.000 Euro für die Entwicklung im ländlichen Raum, Entwicklungspläne für Landwirtschaft und Gartenbau und ihre finanziellen Mittel: Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg sieht gute Zukunftschancen für Landwirtschaft und Gartenbau, auch für ökologische Erfordernisse, für Natur- und Landschaftsschutz in NRW. Er sagte dies vor der Hauptversammlung der Landwirtschaftskammer NRW im Gartenbauzentrum Münster-Wolbeck. Fünf Projekte aus Landwirtschaft und Gartenbau am Niederrhein sollen in den kommenden drei Jahren mit über 600.000 Euro von der Europäischen Union gefördert werden. Dies habe eine unabhängige, von der EU eingesetzte Jury beim NRW-Wirtschaftsministerium entschieden. Zusammen mit den Eigenbeiträgen, die die Partner selbst aufbringen, geht es um insgesamt 1,28 Millionen Euro, informiert die Landwirtschaftskammer. Träger dieser Projekte ist die Initiative Agrobusiness Niederrhein, in der Partner aus Gartenbau, Landwirtschaft, Vermarktung und Ernährungsgewerbe zusammen mit Forschung, Bildung, Beratung sowie dem Zulieferungs- und Dienstleistungsgewerbe arbeiten. Zu den Partnern der Initiative gehören unter anderem die Kreise Kleve, Wesel, Viersen und der Rhein-Kreis Neuss sowie Städte, Gemeinden, Industrie- und Handelskammern, Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Berufsverbände, Unternehmen der Wirtschaft und die Landwirtschaftskammer NRW, welche auch die Koordination übernommen hat. Gefördert werden sollen unter anderem der Aufbau einer Geschäftsführung für die Initiative selbst sowie ein Standortmarketing für die Region. Im Rahmen eines Masterplans sollen die Vor- und Nachteile einer geplanten großen Gartenbauansiedlung im Kreis Kleve gegenübergestellt werden. Ein weiteres Projekt ist die Weiterentwicklung eines Informationssystems, mit dem Angebot und Nachfrage bei Zierpflanzen schnell und besser aufeinander abgestimmt werden können. Gefördert werden soll auch die Verbesserung von Züchtungsmethoden für Eriken, deren Hauptanbaugebiet in Deutschland am Niederrhein liegt.