Grüne Branche

Standsicherheitsprüfungen: Weder gerührt noch geschüttelt

Der Friedhof am Widdiger Weg in Bornheim-Roisdorf wirkt sehr gepflegt. Allein in diesem Ortsteil von Bornheim, einer mittelgroßen Stadt im Rhein-Sieg-Kreis zwischen Köln und Bonn, sind 6.000 Gräber angelegt. Insgesamt verfügt die Stadt über 14 Friedhöfe, die verwaltet und bewirtschaftet werden müssen. Eine Aufgabe, zu der seit jüngster Zeit auch noch die jährlich einmal durchzuführende Überprüfung der Grabstein-Sicherheit kommt.

Das fordert die Unfallverhütungsvorschrift VSG 4.7 für Friedhöfe und Krematorien der Gartenbau-Berufsgenossenschaft. Niedergeschrieben sind die erforderlichen Rahmenbedingungen in der Technischen Anleitung zur Standsicherheit von Grabmalanlagen, auch TA-Grabmal genannt.
Dabei sind keine „Rüttelproben“ zulässig. Insbesondere bei Prüfungen von Hand kann weder sichergestellt werden, dass die erforderliche Prüfkraft erreicht wird, noch dass sie überschritten wird. Damit sind Beschädigungen nicht ausgeschlossen. Eine Prüfung mittels geeigneter Messtechnik von einem erfahrenen Profi ist damit unerlässlich. Mehr dazu in der November-Ausgabe der Friedhofskultur ab Seite 43.