Grüne Branche

Stauden: Nematoden im Griff behalten ohne chemische Mittel

Jahrzehntelang wurden Nematoden im Staudenanbau auf chemischem Wege in Schach gehalten. Dann wollten die Produzenten einen anderen Weg einschlagen. Heute ist eine Kontrolle der Nematoden, ohne chemische Mittel einzusetzen, eines der Hauptarbeitsgebiete der angewandten Forschung im Staudenanbau.

Beispielsweise wurde die Heißwassermethode entwickelt, wobei die Wurzeln der Stauden in heißes Wasser getaucht werden. Ist das Wasser zu heiß, schädigt es die Wurzeln, ist es zu kalt, werden die Nematoden nicht zuverlässig abgetötet. Hier die ideale Temperatur herauszufinden, ist nicht so einfach, sie variiert je nach Pflanzenart. Weiterhin stehen Kulturmethoden und Krankheitsresistenzen, Sortenkunde in den Forschungsprogrammen. Viele Fragestellungen kommen aus dem Verband der Staudenproduzenten, die eine Kulturgruppe des niederländischen Baumschulverbandes ist und auch die Produzenten von Wasserpflanzen einschließt.

Sortenechtheit bei Stauden ist seit vielen Jahren ein grundlegendes Problem. Ein Sichtungsgarten, der sowohl die Mutterpflanzen als auch Referenzpflanzen beheimatet, soll helfen, dieses Problem zu lösen. Ende der 1990er Jahre wurde ein solcher Garten auf Initiative des Verbandes der Staudenproduzenten eingerichtet. Der NAK Tuinbouw "Niederländischer allgemeiner Qualitätsdienst Gartenbau" (NL-Roelofarendsveen), kurz NAKT, betreibt diesen Garten, der ungefähr 3.000 verschiedene Stauden umfasst und testet hier die Sortenechtheit. Dieser Sichtungsgarten lässt einen direkten Vergleich der Sorten zu und ist gleichzeitig eine Genbank für die gesamte Staudenwelt.