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Stauden: Neuheiten sollen Klima-Extremen trotzen

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Der sehr heiße Sommer 2018 und die Klimaveränderung erfordern Anpassungen und Ergänzungen im Stauden-Sortiment. Für dieses Jahr hat sich Stauden Ehrhardt – Doris Ehrhardt & Stefan Ort für 40 Neuheiten entschieden, von denen wir einige hier vorstellen.

Agastache rugosa ‘After Eight’ – Duftnessel

Die nektarreichen Lippenblüten dieser purpurblauen Agastache-Selektion sind eine wahre Insektenweide. Ihr Laub duftet nach Minze und Ananas. Der Wuchs ist straff aufrecht. Ideal sind sonnige, warme Standorte. Sie eignet sich gut für sonnige Freiflächen, Beete und Steinanlagen.

Begleitstauden: Achillea, Euphorbia, Nepeta, Oenothera, Sedum. Höhe: 40 Zentimeter. Blüte: Juni bis August, fünf bis sieben Stück pro Quadratmeter.

Aquilegia atrata – Akelei

Dieser Vagabund beeindruckt durch üppig blühende, schwarzviolette Blüten. Er wird wegen seines filigranen Wuchses und seines Wildstauden-Charakters gerne zur Auflockerung strenger Pflanzungen verwendet. Lässt man die Samenstände stehen, kommt es oft zu einer gemäßigten, willkommenen Selbstaussaat.

Begleitstauden: Centranthus, Doronicum, Geum, Primula, Saponaria. Höhe: 50 Zentimeter. Blüte: Mai/Juni. Standort: sonnig-halbschattig, fünf bis sieben Stück pro Quadratmeter.

Baptisia australis ‘Purple Smoke’ – Färberhülse

Diese Sorte bezaubert mit anthrazitfarbenen Stängeln und graugrünen Blättern sowie ihren lupinenähnlichen, purpurnen Blüten. Sie blüht lange und ausgiebig, die Schoten der Blütenstände wirken in naturnahen Pflanzungen sehr harmonisch.

Begleitstauden: Artemisia, Lavendel, Monarda, Rudbeckia, Solidago. Höhe: 60 bis 90 Zentimeter. Blütezeit: Mai/Juni. Standort: sonnig, fünf bis sechs Stück pro Quadratmeter.

Geranium himalayense ‘Derrick Cook’ – Himalaja-Storchschnabel

Ende Mai erscheinen bei dieser Storchschnabel-Sorte die großen, weißen Blüten mit ihrer feinen violetten Aderung. Sie verbreitet sich durch kurze Ausläufer und begrünt so – ohne zu wuchern – bestehende Lücken. Sonnige bis halbschattige Standorte ohne Staunässe sind ideal, und eine lange Blütezeit ist garantiert.

Begleitstauden: Aquilegia, Brunnera, Centaurea, Helleborus, Paeonia. Höhe: 40 Zentimeter. Blüte: Juni bis Juli, sieben bis acht Stück pro Quadratmeter.

Sanguisorba tenuifolia ‘Scapino’ – Wiesenknopf

Diese dunkelrote Staude ist ein hoher, stattlich wirkender Gigant mit leicht überhängender Blüte und attraktivem, gefiedertem Blattwerk. Ideal sind nicht zu trockene Böden in sonniger bis halbschattiger Lage. Er kann sowohl in Wiesenpflanzungen in Kombination mit anderen Wildstauden, als auch in Rabatten mit Prachtstauden verwendet werden.

Begleiter: Aster, Campanula, Helenium, Imperata, Lythrum, Monarda. Höhe: 120 Zentimeter. Blüte: Juni bis September, zwei bis drei Stück pro Quadratmeter.

Solidago sempervirens ‘Goldene Wellen’ – Goldrute

Die riesigen, goldgelben, bogig überhängenden Blütenstände dieser Goldrute sorgen für ein goldenes Herbsterlebnis. Die kompakt wachsende und mehltauresistente Sorte liebt humose Böden in sonniger Lage. Sie gilt als Bienenweide und ist eine gute Schnittstaude.

Begleitstauden: Herbstastern, Delphinium, Helenium, Paeonia, Panicum, Rudbeckia. Höhe: 120 Zentimeter. Blüte: September/Oktober, drei bis vier Stück pro Quadratmeter.

Mehr Stauden-Neuheiten finden Sie in der aktuellen TASPO extra Sortengalerie in der TASPO 10/2019.