Grüne Branche

Staudengärtner beschließen neue Verbandsstruktur

Seine Struktur will der Bund deutscher Staudengärtner (BdS) ändern. Bisher prägten Regionalgruppen das Verbandsgefüge, jetzt soll verstärkt das Prinzip der Arbeitsgruppen den Verband formen. 

In Gruppenarbeit diskutierten die Mitglieder des BdS ihre Zukunftsvisionen. Foto: BdS

Das beschlossen die Mitglieder bei ihrer Wintertagung in Grünberg. Wie der Vorsitzende Arno Panitz gegenüber der TASPO erläuterte, war der Schritt bereits vorbereitet, die Chancen und Risiken sind dann in Grünberg von den Mitgliedern noch intensiv diskutiert worden.

Mit breiter Mehrheit haben sich die Mitglieder für eine neue Verbandsstruktur entschieden. Jetzt wird ein Vorschlag ausgearbeitet für die notwendige Satzungsänderung. Diese soll Anfang nächsten Jahres vorgelegt und darüber abgestimmt werden.

60 Jahre lang gründete sich der Verband auf fünf gut verankerten Regionalgruppen. Deren Vorsitzende, von den Mitgliedern vor Ort gewählt, waren dann automatisch im Vorstand des BdS. Des Weiteren waren im Vorstand die Vorsitzenden der Arbeitskreise.

Bund deutscher Staudengärtner verkleinert Vorstand

„Es waren schon mal 150 Mitglieder in unserem Verband, jetzt sind es noch 100 und künftig wird die Zahl wohl weiter sinken“, erklärte Panitz. Entsprechend müsse der Verband reagieren und sich neu und anders aufstellen. Der Vorstand soll verkleinert werden, gleichzeitig aber effektiv arbeiten können. Dazu zähle, Daten zu erheben, auf deren Grundlage Beschlüsse zu fassen und fundierte Ergebnisse zu erzielen.

Schon jetzt arbeiteten die verschiedenen Arbeitskreise recht erfolgreich. Dies auszubauen mit weiteren Arbeitskreisen, sei die Zielvorstellung. Dabei gebe es solche, die mit Externen wie Hochschulen arbeiten, und solche, die sich rein inhabergeführt aus den Mitgliedern zusammensetzen.

Arbeitskreise können eingesetzt und auch wieder abgeschafft werden, sie können sich auf klar abgegrenzte Themen spezialisieren, sie können umlagefinanziert sein, kritisch begleitet werden und auch infrage gestellt werden, nennt Panitz die Vorteile. Der Bund deutscher Staudengärtner sei so in der Lage, angemessen und schnell sowie angepasst an Bedarf, Wünsche und Interessen der Mitglieder zu agieren.

Große Kernthemenbereiche sind sicherlich Werbung und Öffentlichkeitsarbeit, Gartenschauen oder aber Marktsituation und -entwicklung. Eventuell kommen darüber hinaus auch noch die Themen Ausbildung und Nachwuchswerbung hinzu.

Bund deutscher Staudengärtner mit Arbeitskreis Marktgeschehen

Die Regionalgruppen werden natürlich nicht abgeschafft, betonte Panitz. Sie hatten sich schon immer mit der aktuellen Marktlage in den Regionen beschäftigt und von dort berichtet. Das soll auch in Zukunft so sein und dann in einem ebenso wichtigen Arbeitskreis Marktgeschehen münden. Dieser soll im nächsten Jahr installiert werden, er beginne seine Arbeit schon jetzt in ersten Zügen.

Wichtigstes Ziel in der Verbandsarbeit bleibe, entscheidungsfreudig und ergebnisorientiert auf den Bedarf der Mitglieder zugeschnitten zu arbeiten. Weitere Themen der Tagung drehten sich um Substrate und Torfersatzstoffe, die Zukunftsperspektiven für den Gartenbau sowie die Nachwuchsrekrutierung und Mitarbeiterbindung in den Betrieben. Im Anschluss an die Tagung bot sich ein kostenpflichtiges Seminar zum Erhalt der Pflanzenschutzmittelsachkunde an, speziell für Staudengärtner.

Ebenfalls in Grünberg an gleicher Stelle schloss sich das Internationale Staudengärtner-Treffen an. Neun Referenten aus Schweden, Großbritannien, den Niederlanden, Tschechien, Frankreich und Deutschland boten den teilnehmenden Gärtnern, Landschaftsgestaltern und Staudenenthusiasten ein pflanzen- und verwendungsbezogenes Programm. (fri)