Grüne Branche

Staudengärtnerei für größte Nelkenwurz-Sammlung geehrt

Die Staudengärtnerei Green Globe in Würselen bei Aachen besitzt die größte Nelkenwurz-Sammlung (Geum) auf dem europäischen Festland. Besitzer Armand Kremer erlaubt jedem, die rund 160 Arten und Sorten zu besichtigen. Nun wurde die Gärtnerei mit dem Qualitätslabel des Netzwerks Pflanzensammlung ausgezeichnet.

Das Netzwerk Pflanzensamlung zeichnet die Staudengärtnerei Green Globe aus. Foto: Netzwerk Pflanzensammlung

In Deutschland wurde bisher noch kein Unternehmen auf diese Weise geehrt: Auf einer Schautafel wurde die Leistung von Armand Kremer quasi in Stein gemeißelt. Dr. Ingo Braune vom Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung sowie Karl Zwermann, Präsident der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft hatten die Schautafel feierlich enthüllt.

Kremer leiste durch den Erhalt einen wichtigen Beitrag zur Pflanzenvielfalt. Und das nicht nur im Rahmen des Jahrzehnts der Biologischen Vielfalt der Vereinten Nationen. Sammlung und Besitzer bewahrten zudem gartenkulturelles Erbe, Wissensvielfalt und pflanzengenetische Ressourcen. Drei Arten und Sorten seines Bestands hat Gartenfachmann Kremer selbst gezüchtet.

Geum-Sammlung stets auf dem neuesten Stand

Geum entstammen den Rosengewächsen (Rosaceae). Gute Kontakte zu bekannten Staudenzüchtern, wie Sue Martin aus Großbritannien und Brent Horvarth aus den USA versetzen Kremer in die Lage, die neuesten Züchtungen aus Amerika oder England schon sehr früh der Sammlung zuzufügen, sie zu beobachten und ihre charakteristischen Eigenschaften zu dokumentieren. Es handelt sich um echte Raritäten, die man derzeit nur in der Gärtnerei Green Globe finden kann. Einen guten Überblick zum aktuellen Angebot bietet die Webseite der Staudengärtnerei.

Jetzt für die Auszeichnung durch Pflanzennetzwerk bewerben

Um die Aufnahme in das Netzwerk Pflanzensammlung kann sich jeder bewerben. In den drei Jahren seit Projektstart haben sich bereits 230 Pflanzensammler für das Netzwerk registriert. Einzige Voraussetzung: Die Sammler müssen ihr Wissen dem Netzwerk zur Verfügung stellen.

Wer zusätzlich seinen Garten oder Park für Besucher öffnet, kann seine Gartenpforte mit einer Schautafel wie die der Staudengärtnerei Green Globe schmücken lassen. „Ziel ist es, ein vielfältiges Netz mit touristischen, grünen Hotspots zu schaffen, die über das ganze Land verteilt zum Erhalt der Biodiversität beitragen“, sagt Projektleiterin Bettina de la Chevallerie. In England hat sich ein ähnliches Projekt, die „National Plant Collections“ schon seit 1978 bewährt. (ts)