Grüne Branche

Steinindustrie in China: Studie belegt "prekäre Arbeitsbedingungen"

Auf zum Teil "prekäre Arbeitsbedingungen in Chinas Steinindustrie" macht aktuell eine Studie des Südwind-Instituts (Siegburg) aufmerksam. Südwind, deren Arbeit unter anderem von einer Reihe kirchlicher Institutionen unterstützt wird, verweist darauf, dass der Import von verarbeiteten Steinen aus China in den vergangenen Jahren massiv gestiegen sei. Das Land liefere nach Angaben des Statistischen Bundesamtes mit 343.000 Tonnen die Hälfte der nach Deutschland eingeführten Endprodukte aus Natursteinen und bestimme damit maßgeblich die Preise. Hinzu kommen nach Angaben des Instituts weitere rund 300.000 Tonnen Natursteinimporte aus China, die in anderen Produktkategorien erfasst werden. Über die Sozial- und Umweltstandards bei der Produktion dieser Steine sei nur wenig bekannt. Nach vielen Diskussionen mit Marktbeteiligten legte Südwind im Januar diesen Jahres eine erweiterte Fassung der Studie "Arbeitsbedingungen in Chinas Steinindustrie" vor. Im August 2007 hatte das Institut eine Untersuchung über die Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Natursteinen aus China veröffentlicht und über prekäre Arbeitsbedingungen in chinesischen Steinbrüchen berichtet. Die im Januar veröffentlichte, aktualisierte Fassung sei nun um konkretere Angaben über die deutschen Importe von Steinen und deren Bedeutung erweitert worden. Südwind fordert weiterhin eine Überprüfung der Sozial- und Umweltstandards in der gesamten Produktionskette. Vor allem Kommunen, die mit Steuergeldern Steine erwerben, sollten umgehend eine solche Kontrolle einfordern. Die Studie ist als PDF-Dokument kostenlos abrufbar unter: www.suedwind-institut.de.