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Steinobst: schlechte Ernte in Baden-Württemberg

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Die Spätfröste im April vermiesen die diesjährige Steinobsternte in Baden-Württemberg. Das Statistische Landesamt geht nicht nur von deutlichen Ertragseinbußen bei Süß- und Sauerkirschen aus. Auch die Pflaumen- und Zwetschgenernte fällt in dieser Saison wohl deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor.

Aufgrund der Spätfröste rechnet Baden-Württemberg in diesem Jahr mit Ernteeinbußen bei Kirschen, Pflaumen und Zwetschgen. Foto: Pixabay

Aktuell gehen die amtlichen Obstberichterstatter bei Pflaumen und Zwetschgen von einer Gesamterntemenge von 44.200 Dezitonnen (1 Dezitonne entspricht 100 Kilogramm) aus. Damit unterschreitet der Ertrag 2017 nicht nur das verhältnismäßig maue Vorjahresergebnis (125.200 Dezitonnen) – gemessen am langjährigen Erntedurchschnitt von 165.200 Dezitonnen (dt) gibt es dieses Jahr ganze 75 Prozent weniger Pflaumen und Zwetschgen.

Deutliche Einbußen auch bei Süß- und Sauerkirschenernte in Baden-Württemberg erwartet

Ebenfalls deutliche Einbußen meldet das Statistische Landesamt Baden-Württemberg bei der diesjährigen Kirschernte. Bei Süßkirschen schätzen die amtlichen Obstberichterstatter den Gesamtertrag 2017 derzeit auf 31.150 dt, ausgehend von einem Flächenertrag von 15 dt pro Hektar  und einer Anbaufläche von 2.075 Hektar in Baden-Württemberg. Damit erreicht die Süßkirschenernte in dieser Saison nur gut ein Fünftel des langjährigen Mittels (145.000 dt).

Bei Sauerkirschen rechnen Baden-Württembergs Obstberichterstatter – sofern die Witterung bis zur Ernte mitspielt – mit einem Gesamtertrag von etwa 9.000 Dezitonnen, ausgehend von einem Flächenertrag von 44 dt pro Hektar und einer Anbaufläche von gut 200 Hektar. Damit liegt Baden-Württembergs Sauerkirschernte 2017 nicht nur 16 Prozent unter dem Vorjahresergebnis. Das langjährige Mittel verfehlt sie sogar um ganze 42 Prozent.