Grüne Branche

Stiftung Warentest: beste Grills im Test von Weber und Barbecook

Ob Gas oder Holzkohle – die ewige Frage von Grillfans muss weiter jeder nach eigenem Geschmack entscheiden, so das Fazit von Stiftung Warentest nachdem sie Gas- und Kohlegrills für Partys mit acht bis zehn Personen prüfte.

Eines der Ergebnisse, wie sie die Zeitschrift „test“ Juni 2014 nennt: Gas heizt gleichmäßig und heiß, Kohlegrills stiften das typische Grillaroma. Welcher Grill der Richtige ist, entscheidet aber in erster Linie die Frage, was auf den Grill kommen soll. Die Stiftung Warentest fand „gute“ Geräte in beiden Kategorien, Kohle und Gasgrills.

Von den zwölf Grills im Test (sechs Holzkohlegrills sowie sechs Gasgrillwagen) schnitten sieben „gut“ ab, fünf mit „befriedigend“. Von der einfachen Holzkohlewanne für 100 Euro bis zum 800 Euro teuren Gasgrillwagen reichte die Spanne der getesteten Produkte.

In geschlossenen Grills mit Deckel lassen sich vielseitige Menüs erstellen. Sie eignen sich auch für das indirekte Grillen, bei dem kein Fett in die Glut oder Flammen tropft. Testsieger bei den Gasgrills ist der „Spirit E-320 Classic“ von Weber für 650 Euro, dicht dahinter folgt der Barbecook „Brahma 4.0 Cream“ (450 Euro).

Bei den Holzkohlegrills teilen sich der Barbecook „Major Black Go“ für 189 Euro und der Weber „Master Touch GBS“ für 289 Euro den Testsieg. Barbecook stellte in einer Pressemitteilung heraus, dass mit dem „Major Black Go“ der einzige auf dem Markt befindliche emaillierte Säulengrill auf dem geteilten ersten Platz landete. Mit über einer Stunde habe der „Major Black Go“ die Grilltemperatur im Vergleich am besten gehalten. Getestet wurde laut Barbecook die Zeit, in der mindestens 200 Grad Celsius auf der Grillfläche herrschten.

Die Bewertungskriterien waren Grillen, Handhabung, Sicherheit, Verarbeitung und Wetterbeständigkeit. Der Weber Grill war laut „test“ der einzige Gasgrill mit einfacher Montage. Die Temperatur habe sich sehr genau regeln lassen. Der Brahma 4.0 Cream heizte laut Barbecook sehr schnell auf und habe mit einer sehr gleichmäßigen Hitzeverteilung überzeugt.

Das kulinarische Geheimnis der Grills mit Haube: Bei geschlossenem Deckel entsteht eine gleichmäßige Hitze im Garraum, die niedrigere Temperaturen erlauben – das verlängere zwar die Garzeit, aber so bleiben selbst dicke Lammkeulen oder Weihnachtsgänse saftig, befindet der Bericht in „test“.

Hingegen erreiche man mit Holzkohle-Grills die typische Holzkohlennote, die beim indirekten Grillen mit Haube schwächer ausfalle. Auf Gasgrills entstehe die typische Rauchnote nur mit Hilfsmitteln. Während Gasgrills auf Knopfdruck zünden und nach zehn bis 15 Minuten die Grilltemperatur erreichen, brauchen Kohlegrills naturgemäß länger.

Wie Stiftung Warentest weiter in dem Artikel über den Test anmerkt, entsprach die Aufheizzeit und die empfohlene Kohlemenge nicht immer den Anforderungen. Die Kohlemenge war in zwei Fällen zu klein, um beim kompletten Rost auf über 200 Grad zu kommen, die Aufheizzeit bei einem Gerät dafür zu kurz bemessen.

Die meisten Grills können laut Testergebnis im Garten oder auf der Terrasse stehen, ohne das Wind und Wetter ihnen größer zusetzt. Nur einer der getesteten Grills habe beim Korrosionstest Rostflecken am Kohlegitter und Aschebehälter gezeigt. (ts)