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Stiftung Warentest: Kräuter kaum mit Pflanzenschutzmitteln belastet

Die Stiftung Warentest hat 47 Kräuterproben nach Pflanzenschutzmittel-Rückständen geprüft (Quelle: Test 5/2012). Ob im Topf, ob geschnitten oder tiefgekühlt: Die weitaus meisten Kräuter in diesem Test waren überhaupt nicht oder kaum mit Pflanzenschutzmittel-Rückständen belastet. 

Bei Schnittlauch fanden die Tester wenig Pflanzenschutzmittel-Rückstände. Foto: Imago

Bei zwölf Proben wurden keinerlei Rückstände gefunden. Bei 16 Proben zeigte sich sehr geringe Belastung (= unter zehn Prozent des zulässigen Höchstwertes), bei 14 Proben geringe Belastung (= zwischen zehn und 50 Prozent des zulässigen Höchstgehaltes).

Ein Produkt aber erwies sich als stark belastet und damit als nicht verkehrsfähig. Dies betrifft eine Probe geschnittene Minze aus Vietnam, gekauft in einem asiatischen Supermarkt. Gleich zwei Pflanzenschutzmittel waren hier in unerlaubt hoher Menge vorhanden, und zwar das Insektizid Cypermethrin (zweifache Menge des gesetzlichen Höchstwertes) und das Fungizid Carbendazim.

Als „deutlich belastet“ stufte die Stiftung Warentest solche Proben ein, bei denen die Tester mindestens ein Pestizid zwischen 50 und 100 Prozent des zulässigen Höchstgehaltes fanden. Dies betraf vier Topfkräuter-Proben:

  • eine Topfpetersilien-Probe, Herkunft aus Deutschland
  • eine Probe geschnittenes Basilikum, Herkunft: Spanien
  • zwei Proben Topf-Rosmarin, eine erworben bei Kaufland (Herkunft: Italien), die andere bei Pflanzen Kölle (keine Angabe zur Herkunft)

Die untersuchten Kräuterproben setzten sich wie folgt zusammen:

  • 14-mal Petersilie
  • elfmal Basilikum
  • neunmal Schnittlauch
  • fünfmal Rosmarin
  • je viermal Koriander und Minze

Die insgesamt geringsten Pflanzenschutzmittel-Rückstände gab es bei Schnittlauch. Bei sechs der neun Schnittlauch-Proben fanden die Tester keine Rückstände, bei drei Proben sehr geringe Belastungswerte (unter zehn Prozent des zulässigen Höchstgehalts).

Bei Koriander war das Ergebnis ebenfalls bestens (drei Proben mit sehr geringer, eine Probe mit geringer Pestizidbelastung). Bei Basilikum und Petersilie wurde das ansonsten gute bis sehr gute Ergebnis durch jeweils einen Ausrutscher getrübt (siehe oben). Bei Minze gab es die ebenfalls schon erwähnte stark belastete Probe, daneben aber zwei Proben mit nur sehr geringen Rückständen (Herkünfte: Israel, Ägypten) und eine Probe ohne jegliche Pflanzenschutzmittel-Rückstände (Herkunft: Israel). (eh)