Strategiepapier: Gartenbau-Zukunft Brandenburgs

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Äpfel dominieren den Obstbau in Brandenburg. Foto: ajlatan/Fotolia

Druckfrisch ist die Gartenbau-Konzeption des Landes Brandenburg. Nun gilt es, die darin enthaltenen Ratschläge in die Tat umzusetzen – Berufsstand, Verband und Land sind gefragt.

Betriebswirtschaftliche Entwicklung der Gartenbau-Sparten

Brandenburg hat jetzt eine Gartenbau-Konzeption. Wie die TASPO auf Nachfrage beim Landesagrar- und -umweltministerium erfuhr, liegen die 275 Seiten seit Anfang des Jahres vor. Darin enthalten sind Ergebnisse der Analyse von Rahmenbedingungen und der betriebswirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Gartenbau-Sparten.

Die Handlungsempfehlungen des Strategiepapiers richten sich sowohl an das Land als auch an den Berufsstand und den Gartenbauverband Berlin Brandenburg. Der Fachverband sei am gesamten Prozess der Erarbeitung der Konzeption beteiligt gewesen.

Gespräche von Gartenbauverband und Ministerium

Als nächsten Schritt gilt es, die Ratschläge umzusetzen. Am 20. März wollen Ministerium und Gartenbauverband zusammenkommen, um dahingehend erste Gespräche zu führen.

Folgende Punkte werden diskutiert:

  • Möglichkeiten zur Stärkung der Beratung – das Land plant, eine Richtlinie zur Förderung der Inanspruchnahme landwirtschaftlich/gärtnerischer Beratung aufzulegen
  • Verbesserung der investiven Förderung über Anpassung der Richtlinie zur Förderung der einzelbetrieblichen Investition
  • Wirksamkeit und Zusammenspiel der vorhandenen Förderinstrumente prüfen
  • Praxisbezogene Forschung stärken – insbesondere Nutzung der Richtlinie zur Förderung von Projekten der Europäischen Innovationspartnerschaft
  • Nutzung der vorhandenen Angebote zur Nachwuchsgewinnung, Aus- und Weiterbildung durch den Berufsstand
  • Initiativen zur Verbesserung des Absatzes regionaler Produkte (Rahmen regionaler Nachfrage, Kombination von Vermarktung, landtouristischen und Dienstleistungsangeboten, Marken weiter entwickeln)

Der Startschuss zur Erarbeitung des Strategiepapiers fiel im November 2016. Die Analyse führte die Unternehmensberatung AFC Consulting Group (Bonn/Berlin) durch, die unter anderem auf den Landwirtschaftsbereich spezialisiert ist.