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Studie: Kinder mögen Obst & Gemüse

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Das bayerische Schulfruchtprogramm trägt Früchte. Wie eine aktuelle Studie der TU München zeigt, essen Kinder, deren Schulen oder Kindergärten an dem Programm teilnehmen, mehr Obst und Gemüse als ihre Altersgenossen – unabhängig vom kostenlosen Angebot.

Kinder, die am Schulfruchtprogramm teilnehmen, essen mehr Obst und Gemüse als ihre Altersgenossen. Foto: Anna Omelchenko/Fotolia

Bereits nach eineinhalb Jahren Teilnahme am Schulfruchtprogramm aßen die Kinder der teilnehmenden Schulen und Kindergärten 31 Prozent mehr Obst und Gemüse. Nach vier Jahren waren es sogar 51 Prozent.

Kinder kennen durch Schulfruchtprogramm mehr Obst- und Gemüsesorten

Außerdem kennen die Kinder durch das Schulfruchtprogramm mehr Obst- und Gemüsesorten als andere Kinder und beeinflussen der Studie zufolge mit ihrer Lust auf Obst und Gemüse auch das Essverhalten ihrer Familien – auch die Eltern greifen demnach häufiger zu Obst und Gemüse als Eltern, deren Kinder nicht am Schulfruchtprogramm teilnehmen.

„Das Schulfruchtprogramm ist eine wertvolle Initiative, die sich langfristig auszahlt“, sagt Helmut Brunner. Der bayerische Minister für Landwirtschaft und Ernährung hatte die Studie der Technischen Universität (TU) München zum Schulfruchtprogramm in Auftrag gegeben. Bayern hat seit 2010 rund 27 Millionen Euro Landes- und EU-Mittel in das Programm investiert, davon im laufenden Schuljahr drei Millionen Euro.

 

Über 6.200 Schulen und Kindergärten nehmen in Bayern am Schulfruchtprogramm teil

Mehr als 600.000 Kinder in Bayern in über 6.200 Grund- und Förderschulen, Kindergärten und Häusern für Kinder nehmen inzwischen am Schulfruchtprogram teil. Damit kommen gut 75 Prozent der Kinder zwischen drei bis zehn Jahren einmal wöchentlich in den Genuss von kostenlosem Obst und Gemüse.