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Sturmbilanz: Schäden im Gartenbau

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„Burglind“, der erste Wintersturm des neuen Jahres, fegte in der vergangenen Woche mit Orkanböen von 118 Stundenkilometern und mehr über Deutschland und Teile Europas. Auch im Gartenbau hat das Sturmtief für Schäden gesorgt, wie die jetzt vorgelegten Bilanzen von Gartenbau-Versicherung und LTO Glaskracht zeigen.

Ruhe vor dem Sturm: „Burglind“ zog in der vergangenen Woche mit Orkanböen der Windstärke 12 übers Land. Foto: Pixabay

Sturm für deutschen Gartenbau „keine Katastrophe“

Relativ glimpflich ist das Bundesgebiet bei dem Unwetter davongekommen. „Das, was die überregionalen Medien aus dem Sturm gemacht haben, hörte sich schlimmer an, als er war“, fasst die Gartenbau-Versicherung (GV) in Wiesbaden die Auswirkungen des Sturmtiefs. „Für den Gartenbau war es keine Katastrophe.“

Die Versicherung rechnet mit rund 150 Schäden insgesamt, von denen bislang folgende Schadensfälle aus den einzelnen Ländern vorliegen: 60 in Deutschland, jeweils knapp 20 in Frankreich und in den Niederlanden, 30 in der Schweiz. Insgesamt eine bis anderthalb Millionen Euro an Schäden kommen laut GV auf die Versicherung zu.

„Das heißt, es handelt sich vorwiegend um eher kleinere und mittlere Schäden, betrachtet man die Einzelfälle“, so die Aussage. Wo Glasflächen betroffen waren, gingen meist unter 100 Scheiben kaputt. In Deutschland wurden bisher überwiegend kleinere Fälle gemeldet.

Größere Sturmschäden in den Niederlanden

Anders sieht die Sturmbilanz im niederländischen Gartenbau aus, wo der heftige Weststurm der vergangenen Woche den Unterglasbetrieben stark zugesetzt hat. Wie die LTO Glaskracht Nederland mitteilt, meldeten eine ganze Reihe an LTO-Mitgliedsbetrieben Schäden. Der Wind wütete teilweise mit 140 Stundenkilometer starken Böen, denen so manches Gewächshausglas nicht standhielt.

Bei Interpolis, dem größten Versicherer des niederländischen Agrarsektors, gingen 180 Meldungen ein. 70 bis 80 Prozent davon betrafen Gewächshausbaubetriebe in Südholland, besonders in und um Bleiswijk. In einer ersten groben Schätzung beziffert ein Interpol-Sprecher die anstehenden Zahlungen auf sieben bis zehn Millionen Euro Schadenersatz.