Grüne Branche

Sturmschäden an Gewächshäusern schnellstmöglich abdichten

, erstellt von

Verhältnismäßig glimpflich ist der Gartenbau bei Sturmtief Sabine davongekommen. Zwar gingen bis dato insgesamt rund 300 Schadensmeldungen bei der Gartenbau-Versicherung ein, jedoch meist kleineren bis mittleren Ausmaßes. Diese sollten aber trotzdem schnellstmöglich repariert werden, denn der nächste Sturm droht bereits am kommenden Wochenende.

Typischer Sturmschaden im Dachbereich eines Gewächshauses. Foto: GV-Archiv

Schulen, Parks und Friedhöfe bleiben wegen Sturm Sabine geschlossen

Seit vergangenem Sonntag fegt das Orkantief Sabine mit schweren, teils sogar orkanartigen Böen der Windstärke 11 bis 12 von Norden nach Süden über das Bundesgebiet – mit zum Teil weitreichenden Konsequenzen. So stellte etwa die Deutsche Bahn aufgrund des Sturms bundesweit den Fernverkehr ein, und am Montag fiel unter anderem in mehreren Landkreisen in Norddeutschland der Schulunterricht aus.

Geschlossen blieben zu Wochenbeginn wegen der Sturm- und Orkanwarnung auch die Hamburger Friedhöfe Ohlsdorf, Öjendorf Volksdorf und Wohldorf. Und auch in Düsseldorf riet die Stadt dazu, während des Sturms auf einen Besuch der Wälder, Park- und Friedhofsanlagen zu verzichten. Darüber hinaus kam es zu Ausfällen im Flugverkehr, Bäume stürzten um und Autos wurden beschädigt.

Vorhergesagte Katastrophe im Gartenbau blieb aus

Im Gartenbau blieb die vorhergesagte Katastrophe durch Sturm Sabine zum Glück aus, wie die Gartenbau-Versicherung (GV) mitteilt. Rund 300 Schäden hätten die versicherten Betriebe bislang gemeldet, die sich über den Westen der Republik „mit einer leichten Häufung in Baden-Württemberg und Bayern“ verteilen. Den versicherten Gesamtschaden schätzt die Versicherung vorläufig auf etwa eine bis 1,5 Millionen Euro, wobei es sich in den betroffenen Betrieben meist um kleine bis mittlere Schäden handele.

Da die Wetterdienste für das kommende Wochenende bereits die nächsten schweren Sturm- und Orkanböen vorhersagen, gelte es jetzt, beschädigte Dachflächen oder Stehwände an Gewächshäusern so schnell wie möglich abzudichten – „notfalls auch zunächst provisorisch“, wie die Gartenbau-Versicherung rät. Denn Lücken in Glasflächen könnten bei der nächsten Windböe schnell zu größeren Schäden führen.

2.000 Scheiben an Gewächshaus in den Niederlanden zerborsten

Erhebliche Schäden erlitten bereits beim aktuellen Sturmtief drei Unterglas-Betriebe in den Niederlanden, wie die dort für Landwirtschaft und Gartenbau zuständige Versicherung Interpolis meldet. So gingen bei einem Gewächshaus in Limburg durch „Ciara“, wie der Sturm in den Niederlanden genannt wird, 2.000 Scheiben zu Bruch. Insgesamt werden die Schäden aber auch von Interpolis als „nicht so schlimm“ eingestuft, wobei eine vollständige Bilanz erst im Lauf der Woche vorliegen wird.