Grüne Branche

Sturmtief Ela: Aufräumarbeiten werden noch Monate dauern

Das Sturmtief Ela, das an Pfingsten mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern über Nordrhein-Westfalen hinweg fegte, hat Schäden in Höhe von geschätzten 220 Millionen Euro hinterlassen. Seitdem laufen die Aufräumarbeiten auf Hochtouren – und werden voraussichtlich noch Monate in Anspruch nehmen, schätzen Experten. 

Verwüstete Straße nach dem Sturm – viele beschädigte Bäume. Fotos: Peter Prengel/Stadt Essen

Wie der Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen schätzt, wird es noch ein halbes Jahr dauern, bis die Sturmschäden beseitigt sind. So ist etwa in Neuss auch vier Wochen nach dem Sturm immer noch der Hauptfriedhof geschlossen. Essen, als Stadt mit dem größten Grünflächenanteil, geht von Schäden in Höhe von 55 Millionen Euro für den Grünbereich aus. Allein 40 Millionen Euro davon sind den Angaben zufolge für die Wiederherstellung des Baumbestandes veranschlagt.

Einen Sturm der Entrüstung löste in diesem Zusammenhang Reiner Priggen, Vorsitzender der Grünen-Landtagsfraktion, aus: Er hatte die Schadensmeldung der Stadt als „maßlos“ bezeichnet. Diese Aussage weist die Stadt Essen zurück, weil gerade Straßenbäume deutlich teurer seien als die von Priggen als Ersatz vorgeschlagenen, kostengünstigeren Setzlinge. Die seien nach Aussage von Stadtsprecherin Nicole Mause jedoch allenfalls für den Wald, keineswegs aber für den Straßenraum geeignet.

„Die Finanzierung der Nachpflanzungen hat eine Preisdiskussion in Gang gesetzt“, bestätigte Helmut Selders, Präsident des Bundes deutscher Baumschulen (BdB), gegenüber der TASPO. Das nordrhein-westfälische Umweltministerium hat deshalb jetzt das Programm „Bürgerbäume“ aufgelegt, in welchem die Spenden von Bürgerinnen und Bürgern für die Neuanlage zerstörter Stadtbäume verdoppelt werden sollen.

Mehr zum Sturmtief Ela und der Beseitigung der Sturmschäden lesen Sie in der aktuellen TASPO 28/14. (ts)