Sturmtief Nadia: umgestürzte Bäume und beschädigte Gräber

Veröffentlichungsdatum: , Daniela Sickinger / TASPO Online

Sturmtief Nadia führte unter anderem im schleswig-holsteinischen Kreis Segeberg zu zahlreichen Feuerwehr-Einsätzen wegen umgestürzter Bäume. Foto: Kreisfeuerwehrverband Segeberg

Mit Spitzengeschwindigkeiten von mehr als 140 Stundenkilometern fegte am vergangenen Wochenende Sturmtief Nadia über die Bundesrepublik und hinterließ vor allem in Nord- und Ostdeutschland zum Teil schwere Schäden. Gemeldet wurden unter anderem zahllose umgestürzte Bäume und beschädigte Gräber.

Über 100.000 Bäume in Mecklenburg-Vorpommern „zu Boden gegangen“

Während die Gartenbau-Versicherung auf Anfrage der TASPO mitteilte, dass Sturmtief Nadia im Gartenbau nur zu wenig Schäden geführt habe, hinterließ das Unwetter unter anderem in den Wäldern von Mecklenburg-Vorpommern deutliche Spuren. „Auch wenn wir die Anzahl der Bäume, die zu Boden gegangen sind, nicht ganz verlässlich schätzen können, so sind es doch deutlich über 100.000 Bäume. Das ist keine Katastrophe, aber doch eine beachtliche Menge“, so das Fazit von Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister Dr. Till Backhaus. Laut einer Pressemitteilung seines Ministeriums wird nach einer ersten Schätzung von einer Schadholzmenge von bis zu 500.000 Festmetern ausgegangen. Backhaus zufolge handelt es sich beim Schadholz überwiegend um Einzelwürfe und kleinflächige Würfe, vorrangig betroffen seien Fichten und Buchen. Die geworfenen Bäume sollen in den kommenden Wochen je nach Sortiment als Sägeholz, Industrieholz oder Brennholz weitergenutzt werden.

Sturmtief sorgt für hohen Schaden auf Friedhöfen in Neubrandenburg

Auch in Neubrandenburg hat das Sturmtief am vergangenen Wochenende zahlreiche Bäume umstürzen lassen. Laut einem Bericht des Norddeutschen Rundfunks (NDR) sind auf zwei Friedhöfen der im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte gelegenen Kreisstadt rund 55 Bäume umgestürzt. Wie die Stadtverwaltung gegenüber dem NDR erklärt habe, soll der dadurch entstandene Schaden bei rund 100.000 Euro liegen. Hinzu kämen noch die Schäden an zahlreichen Gräbern, für die jedoch die Angehörigen aufkommen müssten. Wie der NDR weiter berichtet, setzte die Friedhofsverwaltung schwere Technik, Motorsägen und Hebebühnen ein, um die umgestürzten Bäume wegzuräumen. Zu etlichen Einsätzen musste auch die Feuerwehr im schleswig-holsteinischen Kreis Segeberg ausrücken, unter anderem wegen umgestürzter Bäume oder loser Äste auf öffentlichen Verkehrswegen, Fahrzeugen oder Häusern.

Verspätungen und Zugausfälle durch umgestürzte Bäume auf Gleisen

Im Bahnverkehr sorgte Sturmtief Nadia Medienberichten zufolge ebenfalls für Beeinträchtigungen. Demnach mussten Fahrgäste zwischen Stralsund und dem Ostseebad Binz, zwischen Bremen und Hamburg, zwischen Rostock und Hamburg sowie Berlin aufgrund von auf die Gleise gestürzten Bäumen oder Störungen der Oberleitung mit Verspätungen oder auch Zugausfällen rechnen. Wie verschiedene Medien übereinstimmend berichten, wurden zudem zwei Personen am Wochenende schwer verletzt. Demnach erlitt ein Mensch in einem Park in Bremen schwere Verletzungen, als ein Baum auf ihn fiel und in Mecklenburg-Vorpommern verunglückte ein 16-Jähriger, der mit seinem Motorrad gegen einen umgestürzten Baum fuhr.

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