Grüne Branche

Substrate: „Gut kombiniert – Torf reduziert!“

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Gramoflor wird nach eigenen Angaben bald in der Lage sein, Kokos selbst aufzubereiten. Cocopeat und Kokosfasern sind in den Ursprungsländern als Reststoffe aus der Kokosverarbeitung ausreichend verfügbar und haben sich durch eine entsprechende Aufbereitung mittlerweile auch als Torfersatzstoffe im Profigartenbau bewährt.

Josef Gramann, geschäftsführender Gesellschafter von Gramoflor, vor der eigenen Holzfaseranlage. Foto: Gramoflor

„Waschen“ des Cocopeats unter kontrollierten Bedingungen

Unter Berücksichtigung der hiesigen Umweltstandards und der jeweiligen Kulturanforderungen habe Gramoflor nun ein Verfahren entwickelt, um den Rohstoff Cocopeat (Kokosmark) selbst weiter aufzubereiten. Dadurch reduziere sich der Grundwasserverbrauch in den Ursprungsländern. Ein Großteil des sogenannten „Waschens“ finde ab diesem Jahr in den eigenen Produktionswerken unter kontrollierten Bedingungen statt.

Gramoflor sei dann zudem in der Lage, Cocopeat so aufzubereiten und in drei Typen zu unterscheiden, dass es im Hinblick auf den Salzgehalt noch genauer auf die jeweiligen Kulturanforderungen zugeschnitten werden kann. Dies ermögliche eine Kontinuität bei den chemischen Eigenschaften und somit ein besonders hohes Qualitätslevel.

Drei Qualitätsstufen erhältlich

Angeboten werden drei Qualitätsstufen: Typ 30 für geringere, Typ 60 für erhöhte und Typ 100 für extreme Zumischquoten und Anforderungen von zum Beispiel sehr sensiblen Kulturen. Eine chemische Behandlung, das heißt eine Pufferung, sei nach den Erfahrungen aus vielen Versuchen nicht mehr oder nur sehr selten notwendig. Der Rohstoff sei zudem biokonform.

Im Laufe des kommenden Jahres wird das Cocopeat nach Herstellerangaben in den Markt gehen und den Kunden aus dem Profigartenbau zur Verfügung stehen. Zielsetzung sei auch, die anvisierten Qualitätsansprüche durch die RAL-Gütesicherung prüfen und durch Anerkennung bestätigen zu lassen.

Qualitätsholzfaser aus eigener Produktion

„Der konsequente Weg der Torfreduzierung durch vorwiegend nachwachsende Rohstoffe wurde im vergangenen Jahr vor allem auch durch die Investition in eine eigene Holzfaseranlage mit modernster Technik gefestigt“, erläutert Josef Gramann, geschäftsführender Gesellschafter von Gramoflor, „sodass wir über eine eigene und gütegesicherte Qualitätsholzfaser verfügen.“

Bereits seit Jahren stehen bei Gramoflor verschiedene sogenannte „Torffraktionen“ zur Verfügung, die je nach Kultur eine einstellbare Substratstruktur von superfein bis supergrob ermöglichen. Nach diesem Beispiel sei auch die Qualitätsholzfaser Lignofibre in den drei Varianten mittelgrob-ungefärbt, mittel-gefärbt und extrafein-gefärbt erhältlich. Bei torfreduzierten und auch torffreien Substraten könne somit ebenfalls ideal auf die unterschiedlichen Kulturanforderungen eingegangen werden.

Mehr Informationen dazu erhalten Fachbesucher der IPM am Messestand von Gramoflor (Halle 3, Stand 3B45).