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Substrate: torfreduziert im Produktionsgartenbau

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„reduce it…“ steht für die Torfreduktion von Kultursubstraten bei Stender. Für die Bereiche Zierpflanzen-, Baumschul-, Stauden- und Beerenobst-Produktion stehen verschiedene Zusammensetzungen zur Verfügung. Ganz nach den jeweiligen Kulturansprüchen reduziert sich der Torfanteil durch den Einsatz von Substratholzfaser, Substratkompost, Cocopor, Perlite oder anderen Torfersatzstoffen.

Poinsettia-Wurzel in torfreduziertem Substrat sechs Wochen nach dem Topfen. Foto: Stender

Reduzierter Torfeinsatz als zusätzliches Vermarktungsargument

Stender legt den Fokus in der Substrat-Weiterentwicklung grundsätzlich auf die Funktionalität und Zuverlässigkeit in der Anwendung als Kulturmedium. In der Handhabung und Kulturführung sei im Vergleich zu konventionellen Torfsubstraten immer ein qualitativ hochwertiges Pflanzenwachstum zu gewährleisten. Die Verwendung ressourcenschonender und umweltverträglicher Materialien werde bei dem in Schermbeck ansässigen Unternehmen groß geschrieben.

Der Gärtner kann die Minderung des Torfeinsatzes als zusätzliches Argument seiner produzierten Pflanze in der Vermarktung nutzen und genießt gleichzeitig die gewohnte Funktionalität und Sicherheit seines Kultursubstrats.

Stender entwickelt seit den 1990er Jahren Torfersatzstoffe

Sichere und zuverlässige Substrate, und das auch noch torfreduziert – diese Strategie verfolgt Stender nach eigenen Angaben schon länger. Das Unternehmen entwickelt seit den neunziger Jahren kontinuierlich Torfersatzstoffe und besitzt eine große Expertise im Umgang mit Rohstoffen, die Torf zuverlässig ersetzen können.

Die unternehmenseigene Qualitätssicherung prüft die Zuschlagstoffe auf Regionalität, Umweltverträglichkeit und Ressourcenverbrauch – beispielsweise nachwachsende Rohstoffe. Hier konnten in den vergangenen Jahren diverse Erfolge in der Weiterentwicklung erzielt werden, erklärt Stender. So gewinnen regionale Rohstoffe wie Holzfaser oder Kompost in den Rezepturen immer mehr an Bedeutung. Die sichere Funktionalität der Substrate wird durch eine enge Zusammenarbeit mit vielen Produzenten laufend überprüft und bestätigt.

„Torffrei“ muss sich funktionell an „torfbasiert“ messen lassen

Torf bleibt dennoch ein wichtiger Baustein vieler Substrate. Jegliche Substrat-Entwicklung ordnet sich dem obersten Ziel der sicheren Handhabung und Anwendung unter. Ein torfreduziertes oder gar torffreies Produkt muss sich an der Funktionsweise eines torfbasierenden Substrates messen lassen. Dies gelingt heute, so Stender, bei vielen Kulturansprüchen mit den torfreduzierten Substraten sehr erfolgreich.

Torffrei dagegen stelle für viele Anwender eine recht hohe Hürde dar. Die Kultursteuerung im Betrieb müsse durchaus stark angepasst werden. Daher ist eine sinnvolle Torfreduktion für viele Gartenbau-Betriebe einfacher umsetzbar als die unmittelbare Umstellung zur torffreien gärtnerischen Produktion.

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