Grüne Branche

Substrate und Verpackungen beschäftigen die Pilzanbauer

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Substrate und Verpackung waren ebenso wie die Düngemittelverordnung die beherrschenden Themen der 71. Jahrestagung des Bundes Deutscher Champignon- und Kulturpilzanbauer (BDC), die im thüringischen Heiligenstadt stattfand.

Die Referenten bei der Jahrestagung des BDC: Michael Schattenberg, Wolfgang Müller, Prof. Dr. Tassilo Seidler, Prof. Dr. Ingo Sabotka und Wolfgang Müller (v.l.n.r.). Foto: BDC

Düngeverordnung im Fokus

Mit der Verwendung von abgetragenen Pilzsubstraten als Dünger in der Landwirtschaft beschäftigte sich Florian Fritsche von der Hilker GmbH & Co. KG. Zudem zeigte er neue Absatzpotentiale von Champost auf. Allerdings erschweren laut seinen Ausführungen die Auflagen der Düngeverordnung dessen Verwertung erheblich. Daher wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, bei dem es darum gehe, die Nutzung der Deckerde zur Produktion von Blumenerde zu testen. Das Thema Champost beschäftigte auch die Praktiker Hans Deckers, Waldemar Schuller und Andreas Schmaus. Sie erklärten, wie sie mit Landwirten und auch mit den Behörden in Sachen Champost vorgehen und arbeiten.

Auswirkungen des Extremsommers

Marc den Ouden vom Mushroom Office erklärte im Rahmen der Jahrestagung des BDC, welche Auswirkungen der zurückliegende Extremsommer auf das Stroh hatte und wie dieses nun bei der Bereitung des Pilzsubstrates behandelt werden muss, um Erfolge zu erzielen. Die sehr unterschiedlichen Strohqualitäten verlangen seiner Meinung besondere Aufmerksamkeit, um vor allem eine gute Wasserführung zu erreichen, ohne die ein gutes Wachstum des Pilzmycels kaum möglich sei.

Nachhaltigkeit beschäftigt auch Pilzanbauer

Wie in nahezu allen Bereichen der Grünen Branche, werden auch die Pilzanbauer vom Thema Nachhaltigkeit bewegt. Über neue und nachhaltige Verpackung von Pilzen referierten Prof. Dr. Ingo Sabotka und Prof. Dr. Tassilo Seidler von der Beuth Hochschule Berlin. Zentrales Thema ihrer Ausführungen waren die Wechselwirkungen zwischen Verpackungen und Haltbarkeit der Ware. Diese brachten sie in Zusammenhang mit den hohen Hygienestandards der sensiblen Produkte. Wolfgang Müller vom finnischen Unternehmen Kotkamills stellte Verpackungen aus Karton vor, die mit Hilfe von biologischen Beschichtungen auch für Pilze geeignet seien. Diese Verpackungen lassen sich gemeinsam mit dem Altpapier recyceln. Erste Versionen sind im Lebensmittelbereich bereits im Einsatz.

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